Bild folgtKI-generierte IllustrationSenecio nemorensis
Auch bekannt als: Senecio nemorensis
Artengruppe
10
Arten
interagieren
41
Interaktionen
dokumentiert
An ihren leuchtend gelben Korbblüten und den auffällig großen, breit-lanzettlichen Blättern lässt sich das Hain-Greiskraut (Senecio nemorensis) sofort erkennen. Als heimische Waldpflanze ist sie ein unverzichtbarer Baustein für naturnahe Gärten, da sie Licht in halbschattige Bereiche bringt und eine wichtige ökologische Nische besetzt. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von ihrem Nektarangebot im Hochsommer. Wenn du einen eher kühlen, nährstoffreichen Gartenplatz hast, machst du mit dieser Art alles richtig. Sie ist robust und zeigt dir mit ihrem kräftigen Wuchs, dass dein Boden lebendig ist.
Goldgelbes Leuchten im Halbschatten: Die Sommer-Tankstelle für Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Hain-Greiskraut eine lebenswichtige Nahrungsquelle für verschiedene Scheckenfalter. Besonders Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Südliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) suchen die Blüten zur Nektaraufnahme auf. Auch seltener beobachtete Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen das Angebot. Durch die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze, AM) fördert die Pflanze zudem ein gesundes Bodennetzwerk. Da sie im Juli und August blüht, stellt sie Nahrung bereit, wenn viele Frühjahrsblüher bereits verblüht sind.
Das Hain-Greiskraut ist nicht kindersicher, da es wie viele Greiskräuter Inhaltsstoffe besitzt, die bei Verzehr gesundheitsschädlich sein können. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Teile der Pflanze essen. Sollte es dennoch zu einer Aufnahme kommen, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.188 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Ellenberg 6): Wähle einen Standort im Halbschatten, ideal sind lichte Gehölzränder oder die Nordseite von Gebäuden.
Bodenfeuchte (Ellenberg 5): Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide Standorte, die im Sommer komplett austrocknen.
Nährstoffe (Ellenberg 8): Als Starkzehrer (nährstoffhungrige Pflanze) benötigt sie einen sehr fetten, humusreichen Boden. Eine Gabe reifer Kompost beim Pflanzen ist ideal.
Bodenreaktion (Ellenberg 6): Ein neutraler bis schwach saurer Boden wird bevorzugt.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Garten.
Pflege: Die vertrockneten Stängel im Spätwinter bodennah einkürzen, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Gute Partnerin: Die Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium) – sie teilt die Vorliebe für nährstoffreichen Halbschatten und ergänzt das Gelb mit ihren violetten Blüten wunderbar.
Das Hain-Greiskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland und Österreich als indigene (einheimische) Art weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind Waldsäume, Lichtungen und Hochstaudenfluren (nährstoffreiche Standorte mit hohen, krautigen Pflanzen). Die Pflanze wächst rein krautig, verholzt also nicht, und bildet im Sommer imposante Blattflächen von fast 100 Quadratzentimetern pro Blatt aus. Morphologisch auffällig ist der drüsige Blütenstand, der aus zahlreichen gelben Einzelblüten zusammengesetzt ist und so eine große Landefläche für Insekten bietet.
1 Video zu Hain-Greiskraut (Artengruppe)

9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →