Bild folgtKI-generierte IllustrationSenecio rupestris
Auch bekannt als: Senecio rupestris
16
Arten
interagieren
30
Interaktionen
dokumentiert
An ihren leuchtend gelben Korbblüten und den tief eingeschnittenen, fiederteiligen Blättern lässt sich das Felsen-Greiskraut (Senecio rupestris) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist diese krautige Pflanze ein wertvoller Baustein, da sie im Hochsommer blüht, wenn viele andere Arten bereits verblühen. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) steuern die Blüten gezielt an. Die Pflanze bevorzugt sonnige Plätze auf nährstoffreicheren Böden und bietet dort eine verlässliche Nektarquelle. Mit ihrer Ansiedlung tust du genau das Richtige, um spezialisierten Insekten über die sommerliche Durststrecke zu helfen.
Sommer-Tankstelle für Scheckenfalter: Robust, heimisch und leuchtend gelb.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Felsen-Greiskraut eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Schmetterlingsarten. Besonders profitieren Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia). Auch selteneren Arten wie dem Südlichen Scheckenfalter (Melitaea aetherie) dient es als Nahrungsquelle. Die Blütezeit im Juli und August ist ökologisch besonders wertvoll, da sie das Nahrungsangebot in einer Phase sichert, in der viele Frühlingsblüher bereits Samen gebildet haben. Durch den krautigen Wuchs bietet die Pflanze zudem Struktur und Versteckmöglichkeiten für bodennah lebende Insekten.
Bitte beachte, dass das Felsen-Greiskraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Es enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr für Menschen und Haustiere unverträglich sein können. Trage bei Pflegearbeiten im Garten vorsichtshalber Handschuhe. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Der Boden sollte trocken sein (Feuchtezahl 3), da die Art empfindlich auf zu viel Nässe reagiert.
Da es sich um einen Starkzehrer (Nährstoffreich) handelt, ist ein Boden mit gutem Nährstoffgehalt ideal; arbeite bei Bedarf etwas reifen Kompost ein.
Setze die Pflanze entweder im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Halte beim Einpflanzen einen Abstand von etwa 30 Zentimetern ein, damit die Luft zwischen den Trieben gut zirkulieren kann.
Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig; lass die Samenstände für die Insektenwelt über den Winter stehen.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Standorte und bildet einen schönen farblichen Kontrast.
Das Felsen-Greiskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen, also heimisch. Es besiedelt natürlicherweise mäßig warme Standorte, die oft durch Trockenheit und einen hohen Nährstoffgehalt geprägt sind. Botanisch wird es als Archäophyt eingestuft – eine Pflanzenart, die bereits vor dem Jahr 1492 durch menschlichen Einfluss zu uns gelangte und fest integriert ist. Charakteristisch ist der krautige Wuchs und die Vorliebe für neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse.
2 Videos zu Felsen-Greiskraut


14 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →