Bild folgtKI-generierte IllustrationReseda phyteuma
Auch bekannt als: Klein-Resede
5
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
An ihren markanten, grünlich-weißen Blütenähren mit den auffällig orange-roten Staubbeuteln lässt sich die Rapunzel-Resede (Reseda phyteuma) sofort erkennen. Diese Pflanze ist ein wertvoller Bestandteil für naturnahe Gärten, da sie von Mai bis August eine kontinuierliche Nahrungsquelle für Bestäuber darstellt. Besonders die Honigbiene (Apis mellifera) profitiert von dem verlässlichen Angebot an Nektar und Pollen in den Sommermonaten. Da sie spezialisierte Standorte besiedelt, fördert sie die botanische Vielfalt auf mageren Böden. Wenn du eine Vorliebe für seltene Wildkräuter hast, die wenig Pflege benötigen, ist diese Resede eine wunderbare Bereicherung für deine sonnigen Gartenbereiche.
Unermüdliche Nektarquelle: Vier Monate Blütezeit für deine Honigbienen.
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Die Rapunzel-Resede ist nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wichtige Futterpflanze für die Honigbiene (Apis mellifera), die hier über vier Monate hinweg Nektar findet. Da sie vorwiegend in trockenwarmen Biotopen vorkommt, stabilisiert sie die Nahrungskette in Lebensräumen, die im Hochsommer oft unter Trockenheit leiden. Die Samen dienen im Spätherbst und Winter als Energiequelle für kleine Vögel und bodenbewohnende Insekten. Durch ihre lange Blühphase von Mai bis August schließt sie kritische Lücken im Nahrungsangebot. Als heimische Wildart ist sie zudem perfekt an das lokale Klima angepasst und benötigt keine künstliche Bewässerung, um ihren ökologischen Dienst zu leisten.
Die Rapunzel-Resede wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden sollte. Es besteht eine Ähnlichkeit mit der Gelben Resede (Reseda lutea), die jedoch wesentlich höher wächst und kleinere Kelchblätter aufweist. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte grundsätzlich vermieden werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der viel Licht bietet (Lichtzahl 8).
Boden: Die Pflanze benötigt einen trockenen bis mäßig trockenen Untergrund (Feuchtezahl 3).
Achte auf eine kalkreiche Bodenbeschaffenheit (Reaktionszahl 8), da sie basische Verhältnisse bevorzugt.
Nährstoffarme Erde verhindert, dass die Resede von schnellwüchsigen Gräsern verdrängt wird.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Ansiedlung ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Einmal etabliert, benötigt sie keinerlei Düngung und kommt hervorragend mit Trockenperioden zurecht.
Vermehrung: Die Art erhält sich an geeigneten Stellen durch Selbstaussaat.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) – beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige Magerstandorte und ergänzen sich optisch wie ökologisch hervorragend.
Die Rapunzel-Resede gehört zur Familie der Resedengewächse (Resedaceae) und ist in den wärmebegünstigten Lagen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sonnige Weinbergsränder auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen niederliegenden bis aufsteigenden Wuchs und Kelchblätter aus, die sich zur Fruchtzeit deutlich vergrößern. Im Gegensatz zu ihren größeren Verwandten bleibt sie mit einer Wuchshöhe von meist 10 bis 40 Zentimetern eher kompakt.
3 Videos zu Klein-Resede



5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →