Bild folgtKI-generierte IllustrationSeseli hippomarathrum
Typisch fuer den Pferde-Sesel (Seseli hippomarathrum) sind sein extrem kompakter Wuchs und die fein gefiederten Blaetter, die perfekt an Hitze angepasst sind. In Deinem Garten ist diese seltene Art ein echter Schatz fuer den Artenschutz, da sie laut Roter Liste in Deutschland als stark gefaehrdet (Stufep 2) gilt. Da die Pflanze auf spezialisierte Trockenlebensraeume angewiesen ist, bietest Du ihr mit einem sonnigen Kalkplatz ein wichtiges Refugium. Als heimischer Doldenbluetler bereichert er die Vielfalt Deiner Magerstandorte ungemein. Wenn Du einen Steingarten oder ein trockenes Beet hast, zeige ich Dir, wie Du diesen seltenen Wilden richtig ansiedelst.
Raritaet fuer Sonnenplaetze: Kompakter Spezialist fuer bedrohte Magerrasen.
Der Pferde-Sesel leistet einen wesentlichen Beitrag zur biologischen Vielfalt, indem er als stark gefaehrdete Art (Rote Liste 2) in Deinem Garten ueberdauern kann. Seine Ausbreitungsstrategie ist auf den Wind optimiert: Die Diasporen (Samen) wiegen lediglich 1.4 mg und koennen so weite Strecken zur Besiedlung neuer Lebensraeume zuruecklegen. Als archaeophytische oder indigene Art ist er tief im oekologischen System unserer Region verwurzelt. Auch wenn keine spezifischen Daten zu Bestaeuberinteraktionen vorliegen, ist der Erhalt solcher spezialisierten Magerwiesenpflanzen entscheidend fuer das Gleichgewicht lokaler Oekosysteme. Durch die Ansiedlung auf Kalkstandorten foerderst Du die charakteristische Flora der Xerothermrasen (warme Trockenwiesen). Dein Garten wird so zu einer Trittsteinflaeche fuer bedrohte Pflanzenarten.
Der Pferde-Sesel ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Doldenbluetlern ist beim Umgang Vorsicht geboten, da Hautkontakt bei starker Sonne Reizungen verursachen kann. Bitte achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile verzehren, und halte im Ernstfall die Nummer des Giftnotrufs 0228 19 240 bereit.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.241 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Waehle einen Platz in voller Sonne (Lichtwert 9), da die Art ein extremer Lichtgenießer ist.
Der Boden muss sehr trocken sein (Feuchtewert 2); waessere die Pflanze nur in extremen Hitzeperioden direkt nach der Pflanzung.
Setze ihn in naehrstoffarmen Boden (Schwachzehrer), idealerweise in ein Beet mit Abmagerung durch Sand oder Kies.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 9), bei Bedarf kannst Du mit Kalksplitt nachhelfen.
Die Pflanzzeit liegt im Fruehling (Maerz bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte aufgrund der kompakten Wuchshoehe von 0.24 m einen geringen Pflanzabstand ein, damit er nicht von groesseren Nachbarn ueberwuchert wird.
Da er sich ueber leichte Diasporen (Samen) mit nur 1.4 mg Gewicht verbreitet, solltest Du die Samenstaende im Herbst unbedingt stehen lassen.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) eignet sich hervorragend, da sie ebenfalls kalkreiche und trockene Standorte liebt.
Der Pferde-Sesel gehoert zur Familie der Doldenbluetler (Apiaceae) innerhalb der Ordnung der Doldenbluetlerartigen (Apiales). Er ist in Deutschland indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (warme, trockene Magerwiesen) auf kalkhaltigem Untergrund. Mit einer Wuchshoehe von genau 0.24 m bleibt die krautige Pflanze sehr niedrig und zeigt den typischen Aufbau eines Trockenkuenstlers. Die Pflanze ist nicht verholzt und breitblaettrig, wobei die Blaetter fein zerteilt sind, um die Verdunstung zu minimieren.
3 Videos zu Pferde-Sesel
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →