Bild folgtKI-generierte IllustrationSeseli leucospermum
Typisch für den Ungarischen Berg-Heilwurz (Seseli leucospermum) sind seine filigranen, weißen Doldenblüten, die wie feine Spitzenkissen über dem graugrünen Laub schweben. Als Spezialist für extreme Standorte ist er ein echter Gewinn für jeden sonnenverwöhnten Steingarten, da er ökologische Nischen auf kalkreichen Böden besetzt, an denen viele andere Arten scheitern. Mit seinem hohen Bedürfnis nach Licht und Wärme unterstützt er die Biodiversität in trockenen Gartenbereichen und bietet Struktur in kargen Beeten. Wenn Du einen robusten Überlebenskünstler suchst, der mit zunehmender Hitze und Trockenheit bestens zurechtkommt, ist diese Pflanze die richtige Wahl für Deinen Garten.
Überlebenskünstler für Kalkstandorte: Blüht dort, wo es anderen zu trocken ist.
In der Gartenökologie besetzt der Berg-Heilwurz eine wichtige Nische für Arten der Trockenbiotope. Seine leichten Diasporen (Samen) mit einem Gewicht von nur 2,31 mg ermöglichen eine Fernausbreitung durch den Wind, wodurch die Pflanze dynamisch neue Stellen im Garten besiedelt. Da er auf extrem nährstoffarmen Böden gedeiht, konkurriert er nicht mit wüchsigen Gartenpflanzen und erhält so die Vielfalt auf Magerstandorten. Auch wenn keine spezifischen Bestäuberdaten in der Datenbank vorliegen, sind Doldenblütler dieser Art wichtige Anlaufstellen für spezialisierte Insekten der Trockenrasen. Die vertrockneten Stängel dienen zudem als wichtiges Überwinterungsquartier für kleine nützliche Gliedertiere.
Bitte beachte, dass der Berg-Heilwurz als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie bei vielen Vertretern der Doldenblütler können die Inhaltsstoffe bei Kontakt mit der Haut und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung Reizungen verursachen. Trage beim Umgang mit der Pflanze vorsichtshalber Handschuhe und achte auf Haustiere und Kinder.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz mit ungehinderter Einstrahlung (Lichtwert 9).
Boden: Der Untergrund muss mager, sehr durchlässig und kalkhaltig sein (Reaktionswert 9).
Feuchtigkeit: Die Pflanze benötigt kaum Wasser (Feuchtewert 1); Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze den Heilwurz entweder im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden solltest Du reichlich Sand oder Kalksplitt einarbeiten, um den Magercharakter zu betonen.
Pflege: Da es sich um einen Schwachzehrer handelt, ist kein Dünger erforderlich.
Vermehrung: Die leichten Samen (2,31 mg) verbreiten sich bei Reife von selbst über den Wind im Garten.
Winter: Die Samenstände über den Winter stehen lassen, um Struktur im Beet zu erhalten.
Gute Partnerin: Der Natternkopf (Echium vulgare) – beide lieben trockene Kalkstandorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Ungarische Berg-Heilwurz gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) innerhalb der Gattung Seseli. Er ist in Deutschland heimisch und besiedelt in der Natur vorzugsweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie exponierte Kalkfelsen. Diese krautige, nicht verholzte Pflanze ist ein ausgeprägter Lichtzeiger und bevorzugt basische Standorte mit hohem Kalkgehalt. Morphologisch fällt sie durch ihre breitblättrigen, aber oft fein zerteilten Laubblätter und die charakteristischen Doldenblütenstände auf.
3 Videos zu Seseli leucospermum
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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