Bild folgtKI-generierte IllustrationSeseli montanum
Auch bekannt als: Seseli montanum
24
Arten
interagieren
44
Interaktionen
dokumentiert
An den fein gefiederten, breitblättrigen Laubblättern und den filigranen, weißen Blütendolden lässt sich der Berg-Sesel (Seseli montanum) sofort erkennen. Er ist eine echte ökologische Kostbarkeit für Deinen Garten, da er in der Natur als extrem selten gilt und auf der Roten Liste steht. Besonders der prächtige Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzt ihn als wichtige Nektarquelle. Wenn Du einen sonnigen, eher kargen Standort hast, tust Du mit dieser Pflanze aktiv etwas für den Erhalt unserer Artenvielfalt. Hol Dir diesen spezialisierten Hungerkünstler in Dein Beet und beobachte, wie das Leben einkehrt.
Rarität im Garten: Diese 32-cm-Schönheit rettet den seltenen Schwalbenschwanz.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Berg-Sesel eine lebenswichtige Anlaufstelle für spezialisierte Insekten. Besonders Tagfalter wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und seine seltenen Verwandten (Papilio alexanor, Papilio hospiton) fliegen die Dolden gezielt an. Auch Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) und die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) profitieren massiv vom leicht zugänglichen Nektarangebot. Weitere regelmäßige Besucher sind die Schwebfliegenarten Chrysotoxum bicinctum und Eupeodes latifasciatus. Die leichten Samen dienen zudem als Nahrung für Vögel in den kargen Wintermonaten.
Bitte beachte, dass der Berg-Sesel laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. In der Familie der Doldenblütler können phototoxische Stoffe vorkommen, die bei Hautkontakt in Verbindung mit Sonnenlicht Reizungen auslösen. Trage beim Rückschnitt sicherheitshalber Gartenhandschuhe und informiere Deine Enkelkinder über den vorsichtigen Umgang mit der Pflanze.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.321 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Boden: Der Untergrund sollte kalkhaltig (basisch) und sehr nährstoffarm sein – ein typischer Magerstandort (Schwachzehrer).
Feuchtigkeit: Trockenheit ist kein Problem (Feuchtewert 3); vermeide Staunässe unbedingt durch eine gute Drainage (Wasserabzug).
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchs: Beachte bei der Planung im Beet die Wuchshöhe von genau 0,32 m.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter ratsam; die Pflanze vermehrt sich über Selbstaussaat der leichten Samen.
Pflanzpartner: Der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) ist ein idealer Nachbar, da er ebenfalls kalkhaltige, trockene Magerstandorte bevorzugt.
Der Berg-Sesel (Seseli montanum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt natürlicherweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Kalk-Felsfluren. Als krautige, nicht verholzende Pflanze zeichnet er sich durch ein leichtes Diasporengewicht (Gewicht der Samenkörner) von etwa 1,162 mg aus, was die Windausbreitung begünstigt. Mit einer Blattfläche von 317,0 mm² ist er optimal an strahlungsreiche, trockene Standorte angepasst.
2 Videos zu Berg-Sesel


23 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →