Bild folgtKI-generierte IllustrationSetaria pumila
Auch bekannt als: Rote Borstenhirse
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren fuchsroten, aufrechten Scheinähren lässt sich die Fuchsrote Borstenhirse sofort erkennen. Diese borstigen Fruchtstände geben dem Gras ein fast flauschiges Aussehen, obwohl sie sich bei Berührung eher rau erweisen. Als Archäophyt (eine alteingebürgerte Art, die vor langer Zeit zu uns kam) ist sie in unserer Landschaft fest verwurzelt und ökologisch wertvoll. Besonders für Samenfresser wie die Schneeammer (Plectrophenax nivalis) bietet sie in den Wintermonaten eine wichtige Lebensgrundlage. In deinem Garten schließt sie charmant Lücken auf offenen Bodenstellen und dient als natürlicher Futterspender. Wenn du Vögeln etwas Gutes tun willst, ist dieses Gras eine wunderbare Wahl für deine Beete.
Goldrote Winterapotheke: Ein nahrhafter Sämereien-Schatz für unsere Singvögel.
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Diese Hirseart ist eine erstklassige Futterquelle für unsere Vogelwelt, besonders während der kargen Wintermonate. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ernähren sich spezialisierte Arten wie die Schneeammer (Plectrophenax nivalis) und die Ohrenlerche (Eremophila alpestris) von den nahrhaften Samen. Auch die Spornammer (Calcarius lapponicus) und der seltene Pazifische Wasserpieper (Anthus rubescens) werden von den Beständen angelockt. Sogar für die Kanadagans (Branta canadensis) stellt das Gras eine Bereicherung des Speiseplans dar. Da die Samen fest an den Halmen sitzen, bleiben sie auch bei einer dünnen Schneedecke für Vögel erreichbar. In deinem Naturgarten fungiert die Pflanze somit als lebendige, wartungsfreie Futterstation.
Die Pflanze gilt als nicht kindersicher. Zwar ist sie nicht giftig, aber die steifen, rauen Borsten der Ähren können bei versehentlichem Verschlucken oder intensivem Kontakt zu mechanischen Reizungen im Mundraum oder an empfindlicher Haut führen. Achte daher auf einen Standort außerhalb der direkten Spielbereiche kleiner Kinder.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.45 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Erde sollte frisch sein, also eine gleichmäßige, mäßige Feuchtigkeit aufweisen.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanzen mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung bestens zurecht.
Pflanzzeit: Die Aussaat erfolgt idealerweise zwischen März und Mai direkt ins Freiland.
Pflege: Da es sich um ein einjähriges Gras handelt, stirbt die Pflanze im Winter ab. Sie sät sich jedoch an offenen Bodenstellen zuverlässig selbst wieder aus.
Winteraspekt: Lass die vertrockneten Halme unbedingt bis zum Frühjahr stehen, damit Vögel die Samen nutzen können.
Schnitt: Den Rückschnitt der alten Halme erledigst du erst im Februar oder März, kurz bevor die neue Generation keimt.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Klatschmohn (Papaver rhoeas). Beide Arten teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und offene Bodenstellen, wobei der Mohn im Frühsommer blüht und die Hirse im Spätsommer die optische Gestaltung übernimmt.
Die Fuchsrote Borstenhirse (Setaria pumila) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt dort bevorzugt sonnige Äcker, Gärten und Ruderalstellen (unbewohnte Rohbodenflächen). Das einjährige Gras bildet dichte Horste und erreicht meist Wuchshöhen zwischen 10 und 60 Zentimetern. Markant sind die walzenförmigen Scheinähren, deren lange Borstenhaare sich zur Reifezeit auffällig fuchsrot verfärben.
1 Video zu Fuchsrote Borstenhirse

5 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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