Bild folgtKI-generierte IllustrationSetaria viridis
Auch bekannt als: Grüner Fennich
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Grüne Borstenhirse (Setaria viridis) an ihren bürstenartigen, grünen Blütenständen, die wie kleine Flaschenreiniger an den Halmen sitzen. Als ökologisch wertvolles Wildgras bereichert sie den Naturgarten vor allem im Spätsommer und Herbst, wenn ihre Samen reifen. Diese sind eine lebenswichtige Nahrungsquelle für Vögel wie den Birkenzeisig (Acanthis flammea) oder die Schneeammer (Plectrophenax nivalis), die auf die energiereichen Körnchen angewiesen sind. Auch die Hausmaus (Mus musculus) schätzt das Nahrungsangebot am Boden. Wenn du dieses Gras in einer wilden Ecke zulässt, förderst du die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür.
Grüner Borstenkünstler: Eine wertvolle Samentankstelle für hungrige Wintervögel.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Grüne Borstenhirse eine bedeutende Futterpflanze für die heimische Fauna. Besonders im Winter profitieren Singvögel wie der Birkenzeisig (Acanthis flammea) von den ölhaltigen Samen, die an den stabilen Halmen haften bleiben. Auch seltener werdende Gäste wie die Schneeammer (Plectrophenax nivalis) oder die Spornammer (Calcarius lapponicus) nutzen dieses Angebot bei ihren Durchzügen. Durch das Mykorrhiza-Verhältnis (AM - Arbuskuläre Mykorrhizapilze) geht das Gras eine Symbiose mit Bodenpilzen ein, was die Bodenstruktur verbessert und das gesamte Bodenleben stärkt. Für kleine Säugetiere wie die Hausmaus (Mus musculus) bietet das dichte Gras zudem Versteckmöglichkeiten und Nahrung.
In der Datenbank ist die Grüne Borstenhirse als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den rauen Borsten und Grannen der Blütenstände, die beim Verschlucken oder durch Kontakt zu Reizungen der Schleimhäute führen können. Es liegen jedoch keine Berichte über schwere Vergiftungen vor, weshalb ein achtsamer Umgang in Gärten mit Kleinkindern ausreicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.296 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz aus (Ellenberg Licht 7), da das Gras viel Helligkeit für die Samenreife benötigt.
Boden: Der Boden sollte nährstoffreich und „fett“ sein (Ellenberg Nährstoffe 7), ideal ist ein Gartenboden mit guter Humusversorgung.
Feuchtigkeit: Halte die Erde mäßig feucht (Ellenberg Feuchte 5); das Gras bevorzugt frische Standorte ohne Staunässe.
Pflanzzeit: Die Aussaat oder Pflanzung erfolgt im Frühjahr zwischen März und Mai, sobald sich der Boden erwärmt.
Wuchshöhe: Plane für das Gras einen Platz mit einer Höhe von 0,3 m ein.
Pflege: Ein Rückschnitt ist im laufenden Jahr nicht nötig; lasse die Halme über den Winter für die Vögel stehen.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet ihre leichten Samen (ca. 1,3 mg) über den Wind oder Selbstaussaat, was in naturnahen Gärten erwünscht ist.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind der Klatschmohn (Papaver rhoeas) oder die Kornblume (Centaurea cyanus), da sie ähnliche Ansprüche an Sonne und Nährstoffe stellen.
Die Grüne Borstenhirse gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Mitteleuropa als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) fest etabliert. Sie besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (unbebaute Rohböden), Wegränder und Gartenbeete auf nährstoffreichen Böden. Typisch ist der kompakte, scheinährige Blütenstand mit auffälligen, grünen Borsten, die deutlich länger als die Ährchen sind. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,3 m bleibt sie eher niedrig und bildet keine verholzenden Teile aus. Die breiten Blätter nutzen das Sonnenlicht effizient für ein schnelles Wachstum in den warmen Sommermonaten.
3 Videos zu Grüne Borstenhirse



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →