Bild folgtKI-generierte IllustrationSigesbeckia jorullensis
Auch bekannt als: Sigesbeckia jorullensis
An den klebrigen Drüsenhaaren ihrer Hüllblätter lässt sich Sigesbeckia jorullensis sofort erkennen. Diese kleinen Blattstrukturen umschließen die gelben Blütenköpfe und verleihen der Pflanze ihre charakteristische Haptik. Für deinen Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie eine außergewöhnlich lange Blütezeit von Juni bis tief in den November hinein besitzt. In dieser späten Phase des Jahres, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind, bietet sie eine verlässliche Anlaufstelle für die Gartenfauna. Wenn du eine pflegeleichte Art suchst, die bis zum ersten Frost durchhält, ist sie genau die richtige Wahl für dich.
Dauerblüherin bis zum Frost: Die klebrige Spätversorgerin für deinen Garten.
Nach aktuellen Blühdaten liegt der ökologische Schwerpunkt dieser Art in ihrer extremen Ausdauer von Juni bis November. In einer Zeit, in der das allgemeine Blütenangebot stark abnimmt, stellt sie eine der letzten verfügbaren Ressourcen im Gartenjahr dar. Da in den vorliegenden Daten keine spezifischen Bindungen an einzelne Insektenarten verzeichnet sind, dient sie als wichtiger Generalist für die Biodiversität. Durch die späte Samenreife bietet sie zudem eine potenzielle Nahrungsgrundlage für die Tierwelt im beginnenden Winter. Ihre Präsenz im Garten schließt somit eine kritische Versorgungslücke im späten Herbst.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du im Garten besonders auf kleine Kinder achten solltest. Bei einem versehentlichen Verzehr oder Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240. Aufgrund der klebrigen Absonderungen empfiehlt es sich, bei der Gartenarbeit Handschuhe zu tragen, um Hautreizungen zu vermeiden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Nov
Bioregion
Continental
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit: Setze die Pflanze am besten im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Standort: Wähle einen Platz in der Sonne oder im lichten Halbschatten.
Boden: Der Untergrund sollte stickstoffreich und humos sein; die Zugabe von Kompost hilft der Pflanze sehr.
Feuchtigkeit: Achte auf eine gleichmäßige Wasserversorgung, da sie keine extreme Trockenheit mag.
Pflanzabstand: Lasse etwa 40 Zentimeter Platz zur nächsten Pflanze, damit sie sich gut verzweigen kann.
Vermehrung: Da sie einjährig ist, solltest du die Samenstände im Herbst stehen lassen, damit sie sich selbst aussäen kann.
Pflege: Ein Rückschnitt ist während der Saison nicht nötig; entferne abgestorbene Triebe erst im Spätwinter.
Gute Partnerin: Rainfarn (Tanacetum vulgare) – beide bevorzugen ähnliche stickstoffreiche Böden und ergänzen sich optisch durch ihre gelben Blütenfarben.
Sigesbeckia jorullensis gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland als heimisch eingestuft. Sie besiedelt natürlicherweise nitrophile Standorte (stickstoffreiche Plätze), oft in der Nähe von Waldrändern oder auf nährstoffreichen Brachen. Die Pflanze wächst einjährig und zeichnet sich durch ihre klebrigen Drüsen an den Blütenständen aus, was ihr im Volksmund Namen wie Klebriges Berggold eingebracht hat. Ihre kleinen, gelben Einzelblüten sind typisch für die Gattung und bilden einen interessanten Kontrast zu den behaarten, gezähnten Blättern.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →