Bild folgtKI-generierte IllustrationSilene nemoralis
Auch bekannt als: Silene nemoralis
Du erkennst das Hain-Leimkraut (Silene nemoralis) an seinen reinweißen, tief zweigeteilten Blütenblättern und dem oft leicht klebrigen, behaarten Stängel. Als Mitglied der Nelkengewächse ist es eine echte Rarität für deinen Garten und steht auf der Roten Liste in Stufe 1, was bedeutet, dass es vom Aussterben bedroht ist. Indem du dieser Pflanze einen Platz gibst, leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt einer hochgradig gefährdeten heimischen Art. Sie ist ein stiller Star, der besonders in den Abendstunden mit seinen hell leuchtenden Blüten auffällt. Hast du schon einen sonnigen, kalkreichen Platz für diesen seltenen Gast reserviert?
Rote Liste 1 im Garten: Retterin für eine vom Aussterben bedrohte Schönheit.
Nach aktuellen Daten zur Biodiversität ist das Hain-Leimkraut (Silene nemoralis) vor allem aufgrund seiner extremen Seltenheit von Bedeutung. In Deutschland und Österreich gilt es als vom Aussterben bedroht (Rote Liste 1). Durch den Anbau in deinem Garten schaffst du ein wertvolles Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für die Erhaltung des lokalen Genpools dieser Art. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten in der Datenbank fehlen, bieten die offenen Blüten grundsätzlich Zugang für verschiedenste heimische Insekten der Trockenlebensräume. Die Erhaltung einer solch gefährdeten Art ist aktiver Artenschutz vor der eigenen Haustür. Zudem bereichert sie die biologische Vielfalt in mageren Gartenbereichen ungemein.
Da die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft wird, ist Vorsicht geboten. Sie enthält Saponine (seifenähnliche Pflanzenstoffe), die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines Unfalls kontaktiere den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht.
Ellenberg Feuchte 3: Der Boden sollte trocken sein; Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Ellenberg Nährstoffe 3: Das Kraut ist ein Schwachzehrer (Magerkünstler) und benötigt keinen zusätzlichen Dünger.
Ellenberg Reaktion 8: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden mit hohem pH-Wert.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden unbedingt Sand oder feinen Kies einarbeiten, um die Drainage (Wasserabfluss) zu verbessern.
Pflege: Nach der Blüte die Samenstände für die Selbstaussaat stehen lassen, da die Art oft nur kurzlebig ist.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie liebt ebenfalls kalkhaltige, trockene Standorte und ergänzt die weiße Blüte wunderbar.
Das Hain-Leimkraut (Silene nemoralis) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen. Es ist eine indigene (einheimische) Art, die natürlicherweise in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und an lichten Waldrändern vorkommt. Typisch ist der zweijährige bis ausdauernde Wuchs als krautige Pflanze. Du erkennst es an den charakteristischen, oft leicht aufgeblasenen Kelchen, die unter den weißen Kronblättern sitzen. In der freien Natur ist es aufgrund von Lebensraumverlust in Deutschland und Österreich mittlerweile fast vollständig verschwunden.
3 Videos zu Hain-Leimkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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