Bild folgtKI-generierte IllustrationSilene pseudotites
Auch bekannt als: Silene pseudotites
Mit ihren eher unauffälligen, gelblich-grünen Blüten und den oft klebrigen Stängeln fällt das Falsche Ohrlöffel-Leimkraut (Silene pseudotites) erst auf den zweiten Blick auf. In deinem Naturgarten ist diese seltene Art eine echte Spezialistin für trockene, kalkreiche Standorte, die sonst oft kahl bleiben würden. Da sie in Deutschland und Österreich heimisch ist, unterstützt sie die regionale Artenvielfalt an extremen Sonnenplätzen. Wenn du einen Steingarten oder eine Magerrasenfläche anlegen möchtest, ist sie die perfekte Wahl für dich. Du wirst sehen, wie diese genügsame Pflanze auch ohne viel Zutun an den schwierigsten Stellen wunderbar gedeiht.
Genügsame Spezialistin: Blüht dort, wo es anderen zu trocken und mager ist.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen ist das Falsche Ohrlöffel-Leimkraut ein wichtiger Bestandteil spezialisierter Trockenbiotope. Da die Pflanze an extrem nährstoffarme Standorte angepasst ist, bietet sie an Orten Nahrung, an denen viele andere heimische Blumen nicht überleben können. In der freien Natur ist sie Teil komplexer Pflanzengesellschaften, die zahlreichen Insekten als Rückzugsort dienen. Obwohl für diese spezielle Art oft keine detaillierten Bestäuberlisten vorliegen, wissen wir von verwandten Leimkräutern, dass sie oft von spezialisierten Wildbienen und Nachtfaltern besucht werden. Durch die Ansiedlung in deinem Garten schützt du eine heimische Art, die in der freien Landschaft zunehmend ihren Lebensraum verliert.
Bitte achte darauf, dass das Falsche Ohrlöffel-Leimkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Viele Nelkengewächse enthalten Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe), die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Im Falle eines versehentlichen Verschluckens kontaktiere bitte zur Sicherheit den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Boden: Der Untergrund muss mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer); sandige oder kiesige Erden sind ideal.
Feuchtigkeit: Halte den Boden eher trocken (Ellenberg Feuchte 2) und vermeide jede Form von Staunässe.
Kalkbedarf: Da die Art basische Bedingungen liebt (Ellenberg Reaktion 7), ist ein kalkhaltiger Boden sehr förderlich.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Bodenvorbereitung: Bei zu fettem Gartenboden solltest du die Pflanzstelle mit reichlich Sand oder feinem Kies abmagern.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig; lass die vertrockneten Stängel über den Winter für die Insekten stehen.
Pflanzpartner: Die Aufrechte Ziest (Stachys recta) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen Ansprüche an extreme Trockenheit und Kalkgehalt stellt.
Das Falsche Ohrlöffel-Leimkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist eng mit dem bekannteren Gemeinen Ohrlöffel-Leimkraut verwandt. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Felsstandorte in Deutschland und Österreich. Morphologisch zeichnet sie sich durch eine grundständige Blattrosette und schmale Stängelblätter aus. Als typischer Schwachzehrer (Pflanze für nährstoffarme Böden) hat sie sich perfekt an das Überleben in kargen Landschaften angepasst, wo sie von der Konkurrenz starkwüchsigerer Arten geschützt ist.
3 Videos zu Silene pseudotites
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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