Bild folgtKI-generierte IllustrationSilene viscosa
Auch bekannt als: Silene viscosa
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Kaum zu übersehen: Das Klebrige Leimkraut (Silene viscosa) fällt durch seine stark klebrigen, behaarten Stängel und die weißen, tief gespaltenen Blüten sofort auf. Als eine vom Aussterben bedrohte Art (Rote Liste 1) ist sie ein wertvoller Schatz für deinen Garten, der aktiv zum Erhalt seltener Wildpflanzen beiträgt. Besonders für Nachtfalter wie die Gammaeule (Autographa gamma) ist sie eine lebenswichtige Tankstelle, da ihre Blüten erst in der Dämmerung ihren Duft verströmen. Wenn du einen sonnigen, kargen Platz im Garten hast, kannst du mit dieser Pflanze eine echte Rarität retten. Schau abends einmal genau hin, welche fliegenden Gäste sie anlockt.
Vom Aussterben bedrohte Rarität: Deine Hilfe für das seltene Klebrige Leimkraut.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Klebrige Leimkraut eine klassische Nachtfalter-Pflanze. Da sich die Blüten erst am späten Nachmittag vollständig öffnen, profitiert vor allem die Gammaeule (Autographa gamma) von dem energiereichen Nektarangebot. Die klebrigen Stängel dienen zudem als wirksamer Schutz gegen krabbelnde Insekten, die den Pollen nicht übertragen würden. Durch die Symbiose (Zusammenleben zum gegenseitigen Vorteil) mit Bodenpilzen fördert die Pflanze zudem die biologische Aktivität in mageren Gartenbereichen. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen, hohlen Stängel und Kapseln wertvolle Rückzugsorte für Kleinstlebewesen.
Das Klebrige Leimkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Es enthält Saponine (seifenähnliche Wirkstoffe), die bei Verzehr zu Unwohlsein oder Reizungen der Schleimhäute führen können. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der charakteristischen Klebrigkeit unwahrscheinlich, dennoch sollte die Pflanze außerhalb der direkten Reichweite kleiner Kinder gepflanzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.33 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, an dem die Sonne den Boden gut erwärmen kann.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und benötigt magere, gut durchlässige Erde.
Wasser: Staunässe muss unbedingt vermieden werden; Trockenheit verträgt sie hingegen hervorragend.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Dünger ist absolut tabu, da dies die Pflanze schwächt und sie gegenüber Gräsern konkurrenzunfähig macht.
Vermehrung: Da sie oft zweijährig wächst, solltest du die Samenstände im Spätsommer ausreifen lassen, damit sie sich selbst aussäen kann.
Kombinationspartner: Eine ideale Begleiterin ist der Echte Schafschwingel (Festuca ovina). Dieses heimische Gras teilt die Vorliebe für trockene Standorte und stützt das Leimkraut optisch, ohne es zu verdrängen.
Das Klebrige Leimkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (ursprünglich heimisch). Es besiedelt bevorzugt Trockenrasen (warme, nährstoffarme Grasflächen) und Steppenbiotope. Morphologisch zeichnet es sich durch einen aufrechten Wuchs und eine dichte Behaarung aus, die durch Drüsenabsonderungen extrem klebrig ist. Botanisch interessant ist die Verbindung zur Arbuskulären Mykorrhiza (AM, eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen), die der Pflanze auf kargen Böden hilft.
1 Video zu Klebriges Leimkraut

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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