Bild folgtKI-generierte IllustrationSilometopus rosemariae Wunderlich, 1969
Das Alpen-Einzahnspinnchen (Silometopus rosemariae) ist ein winziger, meist unauffällig gefärbter Bewohner der Bodenstreu, der kaum zwei Millimeter Körpergröße erreicht. Als typische Baldachinspinnen bauen diese Tiere keine Radnetze, sondern weben feine, waagerechte Deckennetze knapp über dem Untergrund. In diesen Baldachinnetzen (horizontale Gespinste) lauert das Tier kopfunter an der Unterseite auf herabfallende Kleinstinsekten. Die Jagdstrategie ist hocheffizient, da die Beute durch zusätzliche Stolperfäden über dem Netz aufgehalten wird. Ihr bevorzugtes Habitat (Lebensraum) umfasst die feuchte Bodenstreu und niedrige Krautschichten in naturnahen Gärten. Dort erfüllt die Art eine wichtige Rolle als Nützling, indem sie die Bestände von Springschwänzen und Blattläusen reguliert. Gartenbesitzer sollten herabgefallenes Laub und Mulchschichten unter Gehölzen belassen, um diesen Jägern Schutz zu bieten. Solche Strukturen dienen als wichtiges Versteck vor Fressfeinden und Witterungseinflüssen. Ein naturbelassener Bodenbereich ohne chemische Mittel ist die beste Unterstützung für diese nützliche Art. Das Belassen von Pflanzenresten sichert das Überleben der Population während der kalten Monate.
Diese Art ist für Menschen absolut harmlos, da ihre Kieferklauen (Chelizeren) die menschliche Haut nicht durchdringen können. Es besteht keinerlei Giftgefahr oder Grund zur Beunruhigung. Das Tierchen ist sehr scheu und flüchtet bei Berührung sofort in sein Versteck.
Das Alpen-Einzahnspinnchen (Silometopus rosemariae) gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae). Sein Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz, wobei es kühle und bodennahe Mikrohabitate (kleinteilige Lebensräume) bevorzugt. Mit seiner geringen Körpergröße von etwa 1,5 Millimetern besetzt es spezialisierte Nischen in der Bodenvegetation. Die Art führt eine räuberische Lebensweise und trägt zur biologischen Vielfalt im Garten bei.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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