Bild folgtKI-generierte IllustrationSilphiodaucus prutenicus
Auch bekannt als: Silphiodaucus prutenicus
17
Arten
interagieren
34
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Preußische Laserkraut (Silphiodaucus prutenicus) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen weißen Doppeldolden – also Blütenständen, deren Stiele sich wie Regenschirmspeichen verzweigen – und den fein gefiederten Blättern ist es eine markante Erscheinung. In deinem Garten schaffst du damit eine wertvolle Lebensgrundlage für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und spezialisierte Schwebfliegen wie die Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus). Da die Pflanze in Deutschland und Österreich heimisch ist, unterstützt du damit ganz gezielt die lokale Artenvielfalt. Du wirst sehen, wie schnell sich dein Garten durch diese Wildpflanze in einen lebendigen Naturraum verwandelt. Trau dich ruhig an diesen heimischen Doldenblütler heran!
Heimischer Magnet für den Schwalbenschwanz und seltene Schwebfliegen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Preußische Laserkraut eine wichtige Tankstelle für Schwebfliegen wie die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) und Chrysotoxum bicinctum. Auch die Schmetterlingswelt profitiert massiv: Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzt die Pflanze regelmäßig als Nektarquelle. Die flachen, offen liegenden Blütendolden ermöglichen es auch Insekten mit kurzen Rüsseln, leicht an den nahrhaften Nektar zu gelangen. Im Winter dienen die trockenen Stängel vielen Kleintieren als frostsicheres Quartier. Mit dieser Pflanze förderst du ein komplexes Netzwerk aus Bestäubern und Nützlingen in deinem Garten.
Da das Preußische Laserkraut laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird, ist in Gärten mit spielenden Kindern Vorsicht geboten. Bei Hautkontakt mit dem Pflanzsaft kann es in Kombination mit Sonnenlicht zu Hautreizungen kommen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wähle einen hellen Standort, am besten vollsonnig oder im lichten Halbschatten.
Der Boden sollte wechselfeucht sein – er darf im Sommer nicht komplett austrocknen, aber auch keine Staunässe bilden.
Pflanze am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 40 bis 50 Zentimetern ein, damit die Pflanze ihre volle Pracht entfalten kann.
Eine Gabe von reifem Kompost bei der Pflanzung unterstützt den Start, danach ist keine starke Düngung nötig.
Lass die verblühten Stängel über den Winter unbedingt stehen, um die natürliche Selbstaussaat zu fördern.
Ein Rückschnitt erfolgt erst im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie hat ähnliche Ansprüche an den Boden und verlängert das Blütenangebot für Insekten.
Das Preußische Laserkraut gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist schwerpunktmäßig in Deutschland und Österreich verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind wechselfeuchte Wiesen und lichte Waldränder, oft auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch zeichnet es sich durch einen kantig gefurchten Stängel und bogig aufsteigende Doldenstrahlen aus. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), einem Pilzgeflecht im Boden, das die Pflanze bei der Nährstoffaufnahme unterstützt. Als heimische Art ist sie perfekt an unsere klimatischen Bedingungen angepasst.
2 Videos zu Silphiodaucus prutenicus


17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →