Bild folgtKI-generierte IllustrationSisymbrium orientale
Auch bekannt als: ™stliche Rauke
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Orientalische Rauke (Sisymbrium orientale) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren hellgelben Blüten und den schmalen, abstehenden Schotenfrüchten ist sie eine typische Vertreterin der Kreuzblütengewächse. In deinem Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie im Spätsommer eine wichtige Futterquelle darstellt. Davon profitieren spezialisierte Wildbienen wie die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) oder die Schwarze Köhlersandbiene (Andrena carbonaria). Auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzt sie regelmäßig als Nektarstation. Wenn du also eine robuste Pflanze für sonnige Plätze suchst, liegst du hier genau richtig.
Späte Nektar-Tankstelle im August für die Schwarze Köhlersandbiene
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Orientalische Rauke eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Fluginsekten. Besonders die Honigbiene und die Schwarze Köhlersandbiene (Andrena carbonaria) suchen die Blüten zur Nektaraufnahme auf. Auch die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) profitiert von diesem Nahrungsangebot. Für Schmetterlinge wie den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) ist die Pflanze im August eine verlässliche Tankstelle. Da die Samen mit nur 0,206 mg sehr leicht sind, dient die Art auch als Beispiel für die Windausbreitung im Garten-Ökosystem.
Die Orientalische Rauke wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn sie nicht als hochgiftig gilt, solltest du in Gärten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren vorsichtig sein und den Verzehr von Pflanzenteilen vermeiden. Bei Vergiftungsverdacht ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Aug – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.596 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Lichtwert 8), idealerweise an einer warmen Hauswand oder auf einer Freifläche.
Boden: Die Erde sollte nährstoffreich sein (Starkzehrer), da die Pflanze einen hohen Bedarf an Mineralstoffen hat.
Feuchtigkeit: Ein frischer Boden, der mäßig feucht ist, aber keine Staunässe bildet, ist ideal.
Kalk: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (pH-Wert im neutralen bis hohen Bereich).
Pflanzzeit: Setze die Rauke im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze nach der Blüte im August stehen, damit sie ihre leichten Samen (0,206 mg) über den Wind ausbreiten kann.
Pflanzpartner: Die Wegwarte (Cichorium intybus) ist eine hervorragende Partnerin, da sie ähnliche Ansprüche an Sonne und Nährstoffe stellt und das Gelb der Rauke farblich ergänzt.
Die Orientalische Rauke gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als etablierter Neophyt (eine Pflanzenart, die nach 1492 eingeführt wurde) verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (unbebaute, vom Menschen geprägte Flächen) und Wegränder. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,6 m und besitzt breitblättriges Laub. Auffällig sind ihre Schoten, die zur Reifezeit weit von der Hauptachse abstehen und die feinen Samen enthalten.
2 Videos zu Orientalische Rauke


13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →