Bild folgtKI-generierte IllustrationSmyrnium perfoliatum
Auch bekannt als: Smyrnium perfoliatum
18
Arten
interagieren
35
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Stängelumfassende Gelbdolde durch ihre leuchtend gelbgrünen Hochblätter auf, die den Stängel scheinbar vollständig umschließen. Diese zweijährige Pflanze bringt bereits im April Farbe in halbschattige Gartenbereiche, wenn viele andere Arten noch im Winterschlaf sind. Sie ist eine wertvolle Futterquelle für Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) und prächtige Falter wie den Schwalbenschwanz (Papilio machaon). In deinem Garten sorgt sie für eine natürliche Dynamik, da sie sich gerne versamt und so Jahr für Jahr neue Akzente setzt. Probiere es an einer ruhigen Ecke im Garten einfach mal aus.
Frühes Leuchten im Schatten: Die Frühjahrstankstelle für den Schwalbenschwanz.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Gelbdolde eine wichtige Frühlingsressource für verschiedene Insektengruppen. Besonders Schwebfliegen wie die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) und Arten wie Chrysotoxum bicinctum profitieren von dem leicht zugänglichen Nektar der flachen Doldenblüten. Auch für Schmetterlinge ist sie attraktiv: Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzt sie als Nektarquelle in der ersten Generation. Durch die AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) trägt die Pflanze zudem zur Stabilisierung des Bodenökosystems bei und fördert die Vernetzung unterirdischer Pilzgeflechte.
Die Stängelumfassende Gelbdolde wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie zur Familie der Doldenblütler gehört, besteht bei Laien eine gewisse Verwechslungsgefahr mit giftigen Verwandten wie dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum). Im Zweifelsfall solltest du beim Rückschnitt Handschuhe tragen, um Hautreizungen zu vermeiden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.66 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten. Die Pflanze meidet pralle Mittagssonne und bevorzugt das milde Licht an Gehölzrändern.
Boden: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und nährstoffreich sein. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie eine gute Humusversorgung.
Pflanzung: Setze Jungpflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da sie zweijährig ist, stirbt die Pflanze nach der Samenreife ab. Lass die vertrockneten Stängel stehen, damit sie sich selbst aussäen kann.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die reifen Samen im Frühsommer.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist der Braune Storchschnabel (Geranium phaeum). Beide Arten sind heimisch, teilen die Vorliebe für frische, nährstoffreiche Böden im Halbschatten und ergänzen sich optisch durch das Gelbgrün der Gelbdolde und das tiefe Violett des Storchschnabels.
Die Stängelumfassende Gelbdolde (Smyrnium perfoliatum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) innerhalb der Ordnung der Doldenblütlerartigen (Apiales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt sie als Neophyt (ein etablierter biologischer Neubürger), der sich in lichten Gebüschen und an Waldrändern wohlfühlt. Eine Besonderheit ist die AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen), die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizient aus dem Boden aufzunehmen. Morphologisch auffällig ist ihr zweijähriger Lebenszyklus mit einer grundständigen Rosette im ersten Jahr.
18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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