Bild folgtKI-generierte IllustrationSolanum alatum
Auch bekannt als: Solanum alatum
Auffällig sind die leuchtend orangeroten Beeren, die diesen Nachtschatten im Spätsommer von seinen Verwandten unterscheiden. Du erkennst die Pflanze zudem an ihrem krautigen Wuchs und den typischen, sternförmigen weißen Blüten der Nachtschattengewächse. Da sie als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) gilt, ist sie für deinen Naturgarten eine hervorragende Zeigerpflanze, die dir die fruchtbarsten Stellen im Boden verrät. Sie nutzt stickstoffreiche Standorte optimal aus und bereichert so die Vielfalt in Gartenbereichen, die für andere Wildpflanzen oft zu nährstoffreich sind. Wenn du einen unkomplizierten Gast suchst, der ohne viel Zutun Farbe in deine Beete bringt, ist dieser Nachtschatten die richtige Wahl.
Leuchtend rote Farbtupfer für sonnige Plätze auf kraftvollem, fettem Boden.
Der Rotbeerige Nachtschatten besiedelt als Spezialist für stickstoffreiche Böden ökologische Nischen auf Garten- und Ruderalflächen. Seine leichten Samen, mit einem Gewicht von nur 0,96 Milligramm, ermöglichen eine effektive Fernausbreitung durch den Wind oder Tiere, was die Vernetzung von Lebensräumen unterstützt. Da er eine arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, fördert er aktiv die Bodengesundheit und das Pilzgeflecht in deinem Garten. Er dient als wichtiger Indikator für nährstoffreiche Standorte und trägt zur strukturellen Vielfalt in der Krautschicht bei. Mangels spezifischer Bestäubungsdaten lässt sich seine Bedeutung vor allem in der Besiedlung dynamischer, offener Bodenstellen finden.
Achtung: Die Pflanze ist giftig und nicht kindersicher. Besonders die unreifen Beeren und das Kraut enthalten Alkaloide wie Solanin, die bei Einnahme Vergiftungserscheinungen auslösen können. Bei versehentlichem Verzehr kontaktieren Sie bitte sofort den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg-Lichtwert 7), damit die Pflanze kräftig wächst und ihre Beeren ausreifen.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet (Ellenberg-Feuchtewert 4).
Da die Pflanze ein Starkzehrer ist, benötigt sie einen sehr nährstoffreichen Boden; eine Gabe Kompost bei der Pflanzung ist ideal.
Bevorzuge Standorte mit kalkhaltigem oder basischem (einen hohen pH-Wert aufweisenden) Bodenverhältnis.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling zwischen März und Mai, sobald keine schweren Fröste mehr zu erwarten sind.
Halte einen Pflanzabstand von ca. 30 cm ein, da die krautige Pflanze Platz zur Entfaltung benötigt.
Die Vermehrung erfolgt meist unkompliziert durch Selbstaussaat der leichten Samen.
Gute Partnerin: Die Wilde Malve (Malva sylvestris) – sie hat ähnliche Ansprüche an Sonne und Nährstoffe und ergänzt das Beet ökologisch sinnvoll.
Der Rotbeerige Nachtschatten (Solanum alatum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und zur Ordnung der Nachtschattenartigen. In unserer Region tritt er als Neophyt auf, also als eine Pflanzenart, die nach dem Jahr 1492 durch menschlichen Einfluss zu uns gelangt ist. Sein natürlicher Lebensraum umfasst oft Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen) und Gartenstandorte auf kalkhaltigen oder basischen Böden. Die Pflanze wächst rein krautig, verholzt also nicht, und bildet breite Blätter aus, die ihre Zugehörigkeit zu den typischen Vertretern dieser Gattung unterstreichen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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