Bild folgtKI-generierte IllustrationSolanum nigrum subsp. nigrum
Du erkennst den Schwarzen Nachtschatten an seinen zierlichen, weißen Blütensternen mit auffällig gelber Mitte und den später glänzend schwarzen, kugeligen Beeren. Er ist ein unkomplizierter Lückenfüller für nährstoffreiche Stellen in deinem Garten, der oft von selbst erscheint. Auch wenn er oft als Unkraut missverstanden wird, bereichert er als heimischer Naturgast die Vielfalt deiner Beete. Da er sehr anpassungsfähig ist, zeigt er dir genau an, wo dein Boden besonders kraftvoll ist. Wenn du ihn wachsen lässt, unterstützt du eine Pflanze, die seit Jahrhunderten Teil unserer Kulturlandschaft ist.
Robuster Überlebenskünstler und heimischer Indikator für nährstoffreiche Böden.
Nach aktuellen Daten liegen keine spezifischen Bestäuberbeziehungen für den Schwarzen Nachtschatten vor. Er fungiert in deinem Garten jedoch als wertvolle Pionierpflanze (Art, die offene Flächen schnell besiedelt) und trägt zur Bodenbedeckung auf nährstoffreichen Standorten bei. Durch sein schnelles Wachstum stabilisiert er das Kleinklima auf offenen Bodenstellen und verhindert übermäßige Erosion. Die Beeren verbleiben oft bis spät in das Jahr an den Trieben und bieten so eine wichtige Struktur im winterlichen Garten. Als heimische Art ist er fest in das regionale Ökosystem integriert.
Die Pflanze ist giftig und enthält Alkaloide wie Solanin und Solasodine. Besonders die unreifen Beeren und das Kraut können bei Einnahme zu Vergiftungen führen, weshalb Vorsicht bei Kindern und Haustieren geboten ist. Bei Verdacht kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze kräftig gedeiht.
Boden: Er ist ein Starkzehrer (nährstoffhungriger Zeiger), ein fetter und kompostreicher Boden ist daher ideal.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Bodenreaktion: Ein kalkhaltiger oder basischer (wenig säurehaltiger) Untergrund wird bevorzugt.
Pflanzzeit: Die Aussaat oder Pflanzung im Frühjahr zwischen März und Mai ist am erfolgreichsten.
Vermehrung: Die Pflanze sorgt durch Selbstaussaat zuverlässig für Nachkommen im Folgejahr.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig; lass die Pflanze im Herbst einfach stehen.
Gute Partnerin: Die Wilde Malve (Malva sylvestris) – beide benötigen ähnliche nährstoffreiche Bedingungen und sonnige Standorte.
Der Schwarze Nachtschatten gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) innerhalb der Ordnung der Nachtschattenartigen (Solanales). Er ist in Deutschland und der Schweiz heimisch und besiedelt vor allem Ruderalstandorte (Flächen, die durch menschliche Eingriffe geprägt sind) sowie Gärten und Äcker. Als krautige Pflanze wächst er einjährig und zeichnet sich durch seine enorme Standorttoleranz aus. Seine Morphologie erinnert an die nahe verwandte Kartoffel, bleibt jedoch im Wuchs meist kompakter und feingliedriger.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →