Bild folgtKI-generierte IllustrationSolanum villosum subsp. villosum
An den weich behaarten Blättern und den kleinen weißen Blüten mit gelber Mitte lässt sich der Zottige Nachtschatten sofort erkennen. Da die Art in Deutschland und der Schweiz heimisch ist, fügt sie sich perfekt in naturnahe Pflanzungen ein. Er signalisiert dir als Starkzehrer (nährstoffliebende Pflanze) sofort, wo dein Gartenboden besonders kraftvoll und vital ist. Mit seinen extrem leichten Samen nutzt er geschickt den Wind zur Ausbreitung und besiedelt so eigenständig neue Nischen. Wenn du die natürliche Dynamik in deinem Garten schätzt, ist dieser kleine Wildcharakter eine wunderbare Ergänzung für deine Beete.
Heimisches Nachtschattengewächs: Kompakter Starkzehrer für sonnige Lücken.
Als heimische Wildpflanze ist der Zottige Nachtschatten ein wertvoller Bestandteil der regionalen Biodiversität in Mitteleuropa. Da er bevorzugt auf nährstoffreichen und mäßig warmen Böden wächst, stabilisiert er die Pflanzengesellschaften an sonnigen Standorten. Eine Besonderheit ist die Fernausbreitung durch seine sehr leichten Diasporen (Samen), die ein Gewicht von nur 0.9227 mg aufweisen und somit effizient vom Wind getragen werden. Er besiedelt so oft kurzlebige Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohböden) und bietet dort eine natürliche Bodenabdeckung. In deinem Naturgarten trägt er dazu bei, die standorttypische Vielfalt der Nachtschattengewächse zu bewahren.
Der Zottige Nachtschatten ist in allen Teilen giftig, insbesondere das Kraut und die unreifen Beeren enthalten Alkaloide wie Solanin und Solasodin. Bei einer versehentlichen Einnahme besteht Vergiftungsgefahr, weshalb die Pflanze nicht kindersicher ist. Im Notfall kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.243 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit die Pflanze ihre volle Vitalität entfalten kann.
Der Boden sollte ein Starkzehrer-Substrat sein, also besonders nährstoffreich und „fett“.
Achte auf eine mäßig feuchte Bodenbeschaffenheit (frisch); vermeide sowohl Staunässe als auch völliges Austrocknen.
Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige oder basische Böden (pH-Wert über 7), was du bei der Standortwahl berücksichtigen solltest.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai, sobald der Boden offen und frostfrei ist.
Mit einer Wuchshöhe von 0.24 m eignet er sich ideal für den vorderen Randbereich von Beeten.
Da die leichten Samen (0.9227 mg) durch Wind ausgebreitet werden, ist eine kontrollierte Selbstaussaat wahrscheinlich.
Gute Partnerin: Rainfarn (Tanacetum vulgare) – beide Arten teilen die Vorliebe für sonnige Plätze auf sehr nährstoffreichen Standorten.
Der Zottige Nachtschatten (Solanum villosum subsp. villosum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland und die Schweiz, wo er bevorzugt an sonnigen Standorten auf frischen (mäßig feuchten) Böden wächst. Als krautige, nicht verholzende Pflanze zeichnet er sich durch seine breitblättrige Struktur aus. Auffällig ist seine geringe, kompakte Wuchshöhe von genau 0.24 m, was ihn deutlich von größeren Verwandten unterscheidet.
1 Video zu Zottiger Nachtschatten
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →