Bild folgtKI-generierte IllustrationSoldanella alpina subsp. alpina
Auch bekannt als: Soldanella alpina subsp. alpina
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dokumentiert
Wer das Gewöhnliche Alpenglöckchen einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die trichterförmigen, violettblauen Blüten mit ihrem tief gefransten Rand sind im zeitigen Frühjahr unverwechselbar. Diese zierliche Pflanze ist ein wichtiger Bestandteil naturnaher Gärten, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten eine Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten wie den Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) darstellt. Da sie zu den ersten Blühern gehört, bietet sie Nahrung, wenn vieles andere noch unter dem Schnee schlummert. Wenn du einen kühlen, kalkhaltigen Platz in deinem Garten hast, ist diese alpine Schönheit genau die richtige Wahl für dich.
Zierlicher Frühlingsbote: Nur 0,08 m klein, aber ein Riese für Scheckenfalter.
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Das Gewöhnliche Alpenglöckchen ist eine wertvolle Ressource für die Insektenwelt des zeitigen Frühjahrs. Insbesondere der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) nutzt die Pflanze als wichtige Nahrungsquelle. Die Bestäubung erfolgt oft unmittelbar nach oder sogar während der Schneeschmelze, was die Art zu einem ökologischen Schlüsselelement macht. Die Ausbreitung erfolgt über winzige Samen mit einem Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,24 mg. Durch dieses geringe Gewicht können die Samen leicht vom Wind über weite Strecken getragen werden, um neue Lebensräume zu besiedeln. Im Winter bieten die verblühten Stängel Struktur für überwinternde Kleinstlebewesen.
Das Gewöhnliche Alpenglöckchen wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn es keine hochgiftige Pflanze ist, sollte es außerhalb der direkten Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden, um einen versehentlichen Verzehr zu vermeiden. Im Falle von Vergiftungserscheinungen oder Fragen wende dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), der im Sommer jedoch nicht austrocknen darf.
Boden: Das Substrat sollte mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer), ideal ist ein steiniger oder kiesiger Untergrund.
Kalkbedarf: Die Pflanze benötigt zwingend einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 8).
Feuchtigkeit: Halte den Boden stets frisch bis mäßig feucht (Feuchtewert 6), ohne dass Staunässe entsteht.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühling (März-Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch offen ist.
Wuchshöhe: Achte darauf, dass die nur 0,08 m hohe Pflanze nicht von größeren Nachbarn überwuchert wird.
Pflege: Da sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, solltest du auf mineralische Dünger verzichten.
Pflanzpartner: Die Silberwurz (Dryas octopetala) ist eine ideale Partnerin, da sie die gleichen kalkreichen, kühlen Standorte besiedelt.
Das Gewöhnliche Alpenglöckchen (Soldanella alpina subsp. alpina) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Es ist in den Hochgebirgen Mitteleuropas heimisch und besiedelt dort bevorzugt Schneetälchen (muldenartige Standorte, an denen der Schnee besonders lange liegt) sowie kalkhaltige Magerrasen. Morphologisch zeichnet es sich durch seine grundständigen, rundlich-nierenförmigen und immergrünen Blätter aus, die eine flache Rosette bilden. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,08 m und ist hervorragend an das raue Klima alpiner Lagen angepasst.
1 Video zu Gewöhnliches Alpenglöckchen
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →