Bild folgtKI-generierte IllustrationSorbus intermedia
Auch bekannt als: Schwedische Vogelbeere, Oxelbeere
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Schwedische Mehlbeere an ihren eiförmigen, am Rand gelappten Blättern mit der weißfilzigen Unterseite und den im Mai erscheinenden, weißen Doldenrispen (verzweigte Blütenstände). In deinem Garten bietet dieser seltene Baum wertvollen Lebensraum für Insekten wie den Baumweißling (Aporia crataegi) oder den Buchen-Frostspanner (Operophtera fagata). Durch ihre Robustheit ist sie ideal für naturnahe Gärten in unserer Region geeignet. Da sie auf der Roten Liste als extrem selten geführt wird, leistest du mit einer Pflanzung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Schau dir diesen Charakterbaum ruhig einmal genauer an.
Seltener Naturschutz-Schatz: Die Mehlbeere nährt den Baumweißling.
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Dieser Baum ist eine wichtige Lebensader für spezialisierte Insektenarten in unseren Gärten. Nach aktuellen Daten profitieren Käfer wie der Variable Weichholzbock (Stenocorus meridianus) von den Blüten im Frühsommer. Die Blätter dienen als essenzielle Nahrungsgrundlage für die Raupen des Baumweißlings (Aporia crataegi) und des Buchen-Frostspanners (Operophtera fagata). Auch die Pfeileule (Acronicta psi) nutzt die Pflanze gezielt für ihre Entwicklung. Im Winter stellen die langanhaftenden Früchte eine wertvolle Energiequelle für heimische Vögel dar. Da die Blütezeit erst im Mai beginnt, füllt sie eine wichtige Lücke im regionalen Nahrungsangebot.
Die Schwedische Mehlbeere wird in der Datenbank als nicht uneingeschränkt kindersicher eingestuft. Zwar sind die Früchte nicht hochgiftig, doch der rohe Verzehr größerer Mengen kann bei Kindern zu Übelkeit führen. Eine Verwechslung mit stark giftigen Gehölzen ist aufgrund der spezifisch gelappten Blattform nahezu ausgeschlossen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
7.73 m
Die Schwedische Mehlbeere bevorzugt einen Platz im Halbschatten, kommt aber auch mit helleren Orten zurecht.
Der Boden sollte frisch sein, was einer mäßigen Feuchtigkeit entspricht; Staunässe verträgt der Baum hingegen nicht.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) gedeiht sie hervorragend in normaler, gut strukturierter Gartenerde.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist bei diesem Baum nicht zwingend erforderlich, kann aber zur Formgebung im Spätwinter erfolgen.
In den ersten Standjahren solltest du bei anhaltender Trockenheit wässern, bis das Wurzelsystem tief genug reicht.
Eine gute Nachbarin ist der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna), da beide ähnliche Ansprüche an den Boden stellen.
Diese Kombination bietet zudem einen hervorragenden ökologischen Schutzgürtel für Vögel und Kleinsäuger.
Die Schwedische Mehlbeere (Sorbus intermedia) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als heimisch eingestuft. Als typischer Bewohner lichter Standorte besiedelt sie bevorzugt Waldränder und Gebüsche im halbschattigen Bereich. Eine botanische Besonderheit ist ihre Entstehung als stabilisierte Arthybride (Kreuzung), die sich ohne fremde Bestäubung vermehren kann. Man erkennt sie an der markanten Kombination aus gelappten Blättern und scharlachroten Apfelfrüchten.
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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