Bild folgtKI-generierte IllustrationBlackstonia acuminata
Auch bekannt als: Spät-Bitterling
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An seinen gegenständigen, am Grund paarweise verwachsenen Blättern, die den Stängel förmlich zu durchspießen scheinen, erkennst du den Späten Bitterling sofort. Diese botanische Besonderheit macht ihn zu einem echten Hingucker für Kenner. Da er auf der Roten Liste als stark gefährdet (Stufe 2) geführt wird, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Er dient spezialisierten Schmetterlingen wie dem Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) als wichtige Nahrungsquelle im Spätsommer. Wenn du einen sonnigen Platz mit kalkhaltigem Boden hast, ist dieser seltene Enzianverwandte genau das Richtige für dich.
Seltener Enzian-Verwandter: Ein gelbes Leuchtfeuer für gefährdete Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem spezialisierte Schmetterlinge von dieser Art. Insbesondere der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen den Späten Bitterling als wichtige Nektarquelle. Da die Pflanze erst spät im Jahr von August bis Oktober blüht, schließt sie eine kritische Lücke im Nahrungsangebot, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Die Pflanze lebt in einer AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen), was die Bodenbiologie deines Gartens unterstützt. In den Wintermonaten dienen die kleinen Samenständen als Nahrungsquelle für samenfressende Vögel.
Der Späte Bitterling ist als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält die für Enziangewächse typischen Bitterstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere nicht an der Pflanze knabbern. Im Falle eines Falles kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
• Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht.
• Der Boden muss kalkreich und nährstoffarm sein; verwende im Zweifel etwas Kalksplitt zur Abmagerung.
• Achte auf eine gute Drainage (Wasserabfluss), da die Pflanze keine Staunässe verträgt.
• Pflanze den Bitterling im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei offenem Boden.
• Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 cm ein, damit sich die Rosetten gut entwickeln können.
• Da die Art meist ein- oder zweijährig wächst, lasse die verblühten Stängel unbedingt bis zum Frühjahr stehen, um die Selbstaussaat zu ermöglichen.
• Düngung ist nicht erforderlich und eher schädlich für diese konkurrenzschwache Art.
• Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – sie liebt ähnliche Bodenverhältnisse und ergänzt die späte Blüte des Bitterlings durch ihren frühen Flor im April.
Der Späte Bitterling (Blackstonia acuminata) gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt wechselfeuchte Kalk-Magerasen (nährstoffarme, kalkreiche Wiesen mit schwankendem Wassergehalt) und Pionierstandorte. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.2 m bleibt er eher zierlich. Auffällig ist die bläulich-grüne Bereifung der gesamten Pflanze, die als Verdunstungsschutz dient. Als Archäophyt gehört er zu jenen Arten, die bereits vor der Entdeckung Amerikas durch menschlichen Einfluss bei uns heimisch wurden.
1 Video zu Später Bitterling
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →