Bild folgtKI-generierte IllustrationSparganium erectum
Auch bekannt als: Sparganium ramosum subsp. polyedrum, Aufrechter Igelkolben
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Ästigen Igelkolben (Sparganium erectum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze fällt sofort durch ihre bizarren, stacheligen Blütenknäuel auf, die wie kleine Morgensterne an den verzweigten Stängeln sitzen. Im Naturgarten ist er ein unverzichtbarer Bewohner der Uferzone, da er als spezialisierte Raupenfutterpflanze für die Röhricht-Goldeule (Plusia festucae) dient. Mit seinen langen, grasartigen Blättern bietet er Struktur und Schutz am Teichrand. Wenn du eine feuchte Senke oder einen Gartenteich ökologisch aufwerten möchtest, triffst du mit diesem urigen Heimischen eine hervorragende Wahl für die lokale Artenvielfalt. Er spricht Gartenbesitzer an, die Wert auf natürliche Dynamik und authentische Wasserlandschaften legen.
Bizarre Morgensterne am Teich: Urige Optik und wertvolle Heimat für die Goldeule.
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Nach aktuellen ökologischen Daten ist der Ästige Igelkolben eine essenzielle Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten. Besonders hervorzuheben ist seine Rolle als Raupenfutterpflanze für die Röhricht-Goldeule (Plusia festucae), einen Nachtfalter, der auf solche Uferstauden angewiesen ist. Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 16,39 mg relativ schwer, was bedeutet, dass die Samen oft durch Wasserströmung oder anhaftend an Tieren über kurze Distanzen verbreitet werden. Mit einer Blattfläche von über 14.000 mm² pro Blatt bietet er zudem wichtige Versteckmöglichkeiten für Amphibien und Libellenlarven direkt über der Wasseroberfläche.
Der Ästige Igelkolben wird in den Garteneigenschaften als nicht kindersicher eingestuft. Aufgrund der scharfkantigen Blätter und der harten, stacheligen Fruchtstände sollten Eltern kleiner Kinder vorsichtig sein, da ein Verletzungsrisiko beim Greifen besteht. Es handelt sich um eine robuste Wildpflanze, die am besten in Bereichen des Gartens aufgehoben ist, die nicht als primäre Spielfläche dienen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.51 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 7: Wähle einen vollsonnigen Platz am Wasser, damit sich die charakteristischen Blüten gut entwickeln.
Feuchtigkeitswert 8: Die Pflanze benötigt dauerhaft feuchten bis nassen Boden, ideal ist die Flachwasserzone bis etwa 10 cm Wassertiefe.
Nährstoffwert 6: Ein normaler, mäßig nährstoffreicher Boden ist perfekt; übermäßige Düngung ist nicht erforderlich.
Kalkhaltig (Reaktion 7): Er bevorzugt basische Bodenverhältnisse, was ihn ideal für Gärten in Kalkregionen macht.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in das Substrat.
Pflege: Die vertrockneten Triebe im Winter stehen lassen und erst im Frühjahr vor dem Neuaustrieb bodennah zurückschneiden.
Ausbreitung: Beachte das Diasporengewicht (Samengewicht) von 16,39 mg, das für eine Verbreitung über kurze Distanzen sorgt.
Gute Partnerin: Der Gemeine Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica) – beide Arten teilen den Lebensraum am Teichrand und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Blattformen.
Der Ästige Igelkolben (Sparganium erectum) gehört zur Familie der Rohrkolbengewächse (Typhaceae) und ist als indigene Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest verwurzelt. Sein natürlicher Lebensraum umfasst die Uferbereiche stehender oder langsam fließender Gewässer sowie Verlandungszonen von Sümpfen. Morphologisch zeichnet er sich durch einen verzweigten Blütenstand aus, der getrennte männliche und weibliche Blütenköpfe trägt – eine Besonderheit, die ihn von anderen Gattungsmitgliedern unterscheidet. Die Pflanze wächst als ausdauerndes, nicht verholzendes Gras und erreicht eine exakte Wuchshöhe von 0,51 m, was sie ideal für kleinere bis mittlere Teichanlagen macht.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →