Bild folgtKI-generierte IllustrationSpartina anglica
Auch bekannt als: spartine anglaise, Salz-Schlickgras
Mit ihren straffen, aufrechten Halmen und den dichten Beständen fällt das Englische Schlickgras (Spartina anglica) in küstennahen Gärten sofort auf. Als Pionierpflanze (Art, die neue Lebensräume als Erste besiedelt) ist es ein unersetzlicher Festiger für schlammige, nasse Böden. Obwohl für diese spezielle Art keine konkreten Bestäubungsdaten zu Wildbienen oder Schmetternlingen vorliegen, bietet das dichte Blattwerk wertvollen Schutz und Struktur für die Bodenfauna (Gesamtheit der im Boden lebenden Tiere). Du kannst mit diesem Gras schwierige, salzhaltige oder dauerfeuchte Stellen im Garten ökologisch sinnvoll begrünen. Wenn du einen Teichrand oder eine Sumpfzone hast, ist dieses Gras eine robuste Wahl, die kaum Pflege benötigt.
Der robuste Bodenfestiger: Trotzt Nässe und Wind auf stolzen 0,87 m Höhe.
In der freien Natur ist das Englische Schlickgras ein wichtiger Akteur beim Küstenschutz, da es Sedimente (abgelagerte Schwebstoffe) bindet und den Boden stabilisiert. Da in den aktuellen Datensätzen keine spezifischen Beziehungen zu Bestäubern oder Raupen gelistet sind, liegt sein ökologischer Wert im Garten primär in der Bodenbefestigung und der Schaffung von Lebensraum. Die schweren Samen (Diasporen) von 12,1 mg dienen als Nahrung für verschiedene Bodenbewohner. Durch die dichte Wuchsform bietet es Versteckmöglichkeiten für Amphibien und kleine Wirbellose (Tiere ohne Rückgrat) in Wassernähe. Es ist ein Spezialist, der dort ökologische Nischen füllt, wo andere Pflanzen aufgrund von Nässe oder Salzgehalt versagen.
Bitte beachte, dass das Englische Schlickgras als nicht kindersicher eingestuft wird. Es empfiehlt sich, die Pflanze außerhalb der direkten Reichweite von spielenden Kleinkindern zu platzieren. Sollte es zu einem versehentlichen Verzehr kommen, wende dich bitte an den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.866 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8), damit das Gras seine volle Kraft entfalten kann.
Der Boden muss dauerhaft feucht oder sogar nass sein (Ellenberg Feuchte 9), ideal ist eine Sumpfzone oder ein Teichrand.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Ellenberg Reaktion 8), da die Pflanze saure Milieus meidet.
Pflanze das Gras im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Berücksichtige bei der Standortwahl die fixe Wuchshöhe von 0.87 m.
Aufgrund der schweren Samen (12,1 mg) findet die natürliche Ausbreitung eher über kurze Distanzen statt.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, das Stehenlassen der Halme im Winter dient als Kälteschutz für den Wurzelstock.
Gute Partnerin: Strand-Aster (Aster tripolium) — sie bevorzugt die gleichen feuchten, salzhaltigen Standorte und bietet eine ergänzende späte Blüte.
Das Englische Schlickgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und wird der Gattung Sporobolus zugeordnet. Als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 bei uns eingewandert ist) kommt es in Deutschland vor allem in den Wattflächen und Salzwiesen der Küstenregionen vor. Es ist ein ausdauerndes Gras, das durch kräftige Ausläufer (Rhizome) dichte Rasen bildet. Die Pflanze ist an extreme Standorte angepasst und verträgt regelmäßige Überflutungen sowie hohe Salzgehalte. Ein markantes Merkmal ist die Blattfläche von 1697,0 mm², die dem Gras hilft, auch unter schwierigen Lichtverhältnissen genügend Energie zu gewinnen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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