Bild folgtKI-generierte IllustrationSpergula arvensis subsp. maxima
Auch bekannt als: Spergula arvensis subsp. maxima
An seinen feinen Blättern, die in Quirlen (kranzartige Anordnung um den Stängel) stehen, lässt sich der Große Acker-Spergel (Spergula arvensis subsp. maxima) sofort erkennen. Diese Pflanze ist ein Archäophyt (eine Art, die bereits in der Vor- und Frühgeschichte durch den Menschen eingeführt wurde) und heute laut Roter Liste in Deutschland gefährdet. In deinem Garten hilft sie dabei, ein Stück unserer alten Kulturlandschaft zu bewahren und die genetische Vielfalt zu sichern. Da sie spezialisierte Ansprüche an den Boden stellt, gibst du mit ihrer Ansiedlung einer selten gewordenen Art ein sicheres Zuhause. Hast du eine sandige Ecke, in der dieser kleine Überlebenskünstler eine Chance bekommt?
Rettung für einen Seltenen: Hol dir den gefährdeten Spark in deinen Naturgarten.
Als gefährdete Art der Roten Liste trägt der Große Acker-Spergel maßgeblich zur regionalen Biodiversität (Vielfalt der Lebensformen) bei. Seine winzigen Samen mit einem Gewicht von nur 0,4435 mg dienen als Nahrungsgrundlage für bodenfressende Vögel und werden durch den Wind über weite Strecken verbreitet. Die Pflanze fördert durch ihre Bindung an AM-Mykorrhiza die Gesundheit des Boden-Ökosystems. Auch wenn keine spezifischen Insektendaten vorliegen, ist der Erhalt solcher spezialisierten Ackerbegleitpflanzen essenziell für das ökologische Gleichgewicht. Im Winter bieten die stehengelassenen, trockenen Pflanzenstrukturen Schutz für verschiedene Kleinstlebewesen im Gartenboden.
Der Große Acker-Spergel wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen, und informiere im Verdachtsfall den Giftnotruf unter 0228 19 240. Auch für Haustiere sollte die Pflanze vorsichtshalber unzugänglich sein.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen idealerweise im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst bis November in die Erde.
Bodenbeschaffenheit: Wähle einen sandigen, eher kalkarmen Boden, der gut durchlässig ist.
Wuchshöhe: Plane bei der Pflanzung mit einer festen Höhe von 0,27 m.
Bodenvorbereitung: Der Boden sollte feinkörnig und offen sein, da die Pflanze Konkurrenz durch starkwüchsige Gräser meidet.
Pflege: Da es sich um eine einjährige Pflanze handelt, ist kein Rückschnitt nötig; lass die Triebe zur Selbstaussaat stehen.
Vermehrung: Die sehr leichten Samen (0,4435 mg) verbreiten sich über den Wind und sorgen im Folgejahr für neuen Aufwuchs.
Sicherheit: Da die Art als nicht kindersicher gilt, sollte sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden.
Gute Partnerin: Die Kornblume (Cyanus segetum) passt hervorragend, da sie ähnliche Standorte bevorzugt und ebenfalls zum gefährdeten Kulturbegleit-Spektrum gehört.
Der Große Acker-Spergel gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und zur Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales). Als krautige, nicht verholzte Pflanze erreicht er eine Wuchshöhe von exakt 0,27 m und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt typischerweise sandige Äcker und Brachen, wo er als Teil der Segetalflora (Pflanzengemeinschaft der Äcker) vorkommt. Eine Besonderheit ist seine Blattfläche von nur 11,06 mm² sowie die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilze, die den Nährstoffaustausch verbessern) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza).
3 Videos zu Großer Acker-Spergel
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →