Bild folgtKI-generierte IllustrationSpergula pentandra agg.
Artengruppe
Wer den Fünfmännigen Spergel (Spergula pentandra agg.) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinem extrem zierlichen Wuchs und den feinen, nadelartigen Blättern ist er eine charakteristische Erscheinung magerer Sandböden. Diese Pflanze ist für Ihren Naturgarten besonders wertvoll, da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht und somit zu den gefährdeten Arten gehört, die in unserer intensiv genutzten Landschaft kaum noch Platz finden. Er besiedelt als Pionierpflanze offene Bodenstellen und hilft so, sandige Lücken im Garten ökologisch aufzuwerten. Auch wenn er klein bleibt, ist er ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt in trockenen Lebensräumen. Wenn Sie sandige Ecken oder Steinbeete haben, geben Sie diesem Spezialisten eine Chance.
Zierlicher Sand-Spezialist: Schützen Sie eine gefährdete Art in Ihrem Garten.
Da der Fünfmännige Spergel auf der Vorwarnliste (V) der Roten Liste geführt wird, ist sein Erhalt im Garten ein direkter Beitrag zum Artenschutz. Er fungiert als wichtiger Lückenfüller in lückigen Trockenrasen und stabilisiert durch seinen Wuchs den Boden auf extremen Standorten. Nach aktuellen Daten zur Fernausbreitung nutzt die Art den Wind, um ihre extrem leichten Samen (0,1349 mg) in neue Lebensräume zu tragen. Er ist ein Spezialist für saure, mäßig warme Standorte, die in der modernen Agrarlandschaft immer seltener werden. Mangels spezifischer Bestäuberdaten liegt seine Hauptbedeutung im Erhalt der spezialisierten Flora sandiger Habitate.
Der Fünfmännige Spergel wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Vergiftungserscheinungen bekannt sind, sollten Sie darauf achten, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle eines Unfalls erreichen Sie den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.087 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wählen Sie einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8), der über den Tag mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne erhält.
Bodenbeschaffenheit: Die Erde muss mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer); sandige Substrate sind ideal.
Bodenreaktion: Achten Sie auf ein eher saures Milieu (Ellenberg Reaktion 3), vermeiden Sie kalkreiche Standorte.
Feuchtigkeit: Der Platz sollte trocken sein (Ellenberg Feuchte 2); Staunässe führt schnell zum Absterben der feinen Wurzeln.
Pflanzzeit: Setzen Sie die Pflanze am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Mit nur 0,09 m Höhe benötigt er einen Platz im Vordergrund, damit er nicht von größeren Stauden unterdrückt wird.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig; lassen Sie die Pflanze nach der Blüte ungestört aussamen.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie hat dieselben Ansprüche an sonnige, trockene und saure Sandböden.
Der Fünfmännige Spergel gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und wird in der Region als indigene Art oder Archäophyt (alteingewanderte Pflanze) eingestuft. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie offene Sandflächen auf kalkarmen, sauren Böden. Er wächst als krautige, nicht verholzende Pflanze und erreicht lediglich eine Wuchshöhe von 0,09 m. Auffällig ist sein geringes Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,1349 mg, wodurch er seine Samen effektiv über den Wind verbreiten kann.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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