Bild folgtKI-generierte IllustrationSpergularia media
An ihren kleinen, weiß-rosa Blüten und den namensgebenden, häutigen Flügelrädern an den Samen lässt sich die Flügelsamige Schuppenmiere (Spergularia media) sofort erkennen. In deinem Garten ist dieser zierliche Neuzugang ein echtes Spezialtalent für feuchtere, kalkhaltige Stellen, die sonst oft schwer zu besiedeln sind. Da sie von Natur aus an salzhaltige Standorte angepasst ist, bringt sie eine faszinierende ökologische Nische direkt in dein Beet. Sie zeigt dir eindrucksvoll, dass auch kleine Pflanzen mit einer Wuchshöhe von nur 11 Zentimetern eine große Rolle für die heimische Vielfalt spielen können. Wenn du eine Schwäche für botanische Besonderheiten hast, die nicht jeder im Garten pflegt, ist diese Art ein wunderbarer Gewinn für dich.
Zierliche Salzkünstlerin: Robuste Dauerblüherin für feuchte Sonnenplätze.
Als heimische (indigene) Art leistet die Flügelsamige Schuppenmiere einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt in deinem Garten. Durch ihre Blütezeit von Juli bis September schließt sie eine Lücke im sommerlichen Nahrungsangebot für die Insektenwelt. Die Samen sind mit nur 0,1168 mg extrem leicht, was ihnen eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht und so zur Vernetzung von Lebensräumen beiträgt. Vögel profitieren im Spätherbst von den kleinen Samenkapseln als Futterquelle. Da sie auf kalkhaltigen und feuchten Böden gedeiht, unterstützt sie eine spezialisierte Standortgemeinschaft, die in modernen Gärten oft selten geworden ist.
Die Flügelsamige Schuppenmiere wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Giftstoffe für diese Art in der Datenbank gelistet sind, solltest du beim Umgang vorsichtig sein und sie außerhalb der direkten Reichweite von spielenden Kleinkindern oder Haustieren pflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.107 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg-Lichtwert 8), damit die Pflanze kompakt wächst.
Der Boden sollte kalkhaltig beziehungsweise basisch sein (Reaktionswert 8), um den natürlichen Bedürfnissen zu entsprechen.
Halte die Erde gleichmäßig feucht (Ellenberg-Feuchtewert 7), vermeide aber dauerhafte Staunässe.
Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal; eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich.
Pflanzzeit: Setze die Schuppenmiere im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Achte auf die geringe Wuchshöhe von 0,11 m und platziere sie im Vordergrund, damit sie nicht überwachsen wird.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die extrem leichten Samen durch Selbstaussaat.
Gute Partnerin: Strand-Aster (Aster tripolium) — beide Arten kommen natürlich in salztoleranten Pflanzengesellschaften vor und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Flügelsamige Schuppenmiere gehört zur Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) und zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). In Deutschland und Österreich ist sie indigen (einheimisch) und besiedelt natürlicherweise salzbeeinflusste Standorte im Binnenland oder an den Küsten. Morphologisch auffällig sind ihre flach ausgebreiteten Wuchsformen und die breitblättrigen, fleischig wirkenden Blätter. Besonders kennzeichnend sind die Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die durch einen häutigen Saum perfekt an die Windausbreitung angepasst sind.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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