Bild folgtKI-generierte IllustrationSphecodes niger
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Die Schwarze Blutbiene (Sphecodes niger) ist eine sehr kleine Wildbiene mit einer Körperlänge von nur etwa fünf bis sieben Millimetern, die durch ihren fast völlig schwarzen, schwach behaarten Körper auffällt. Im Gegensatz zu vielen anderen Bienenarten baut sie kein eigenes Nest in Hohlräumen oder Stängeln, sondern lebt als Kuckuckswildbiene cleptoparasitisch (die Brutvorsorge anderer Bienen nutzend). Das Weibchen dringt geschickt in die Nester von Schmalbienen ein, um dort das vorhandene Ei zu zerstören und ihr eigenes abzulegen. Da sie selbst keinen Pollen für ihren Nachwuchs sammeln muss, besucht sie Blüten lediglich zur eigenen Energieversorgung mit Nektar. Zu ihren bevorzugten Nahrungsquellen gehören die Kleine Pimpinelle (Pimpinella saxifraga), die Gewöhnliche Möhre (Daucus carota) und der Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium). Auch die Schafgarbe (Achillea millefolium) sowie die Blüten des Apfels werden von ihr als Nektarquellen aufgesucht. In deinem Garten kannst du sie unterstützen, indem du offene Bodenstellen und sandige Flächen für ihre Wirtsbienen bewahrst. Da sie auf das Vorhandensein anderer Wildbienenarten angewiesen ist, gilt sie als Anzeiger für ein gesundes ökologisches Gefüge.
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Im Frühjahr, zeitgleich mit der Blüte des Apfels, verlassen die Weibchen ihre Winterquartiere im Boden. Während der Sommermonate werden bevorzugt Doldenblütler wie die Gewöhnliche Möhre, die Kleine Pimpinelle, der Wiesen-Bärenklau sowie die Schafgarbe zur Nektaraufnahme besucht. In dieser Zeit findet die Eiablage in den Nestern der Wirtsbienen statt, bevor die neue Generation im Boden überwintert.
Die Schwarze Blutbiene ist für Menschen absolut harmlos und verhält sich friedfertig, da sie keinen ausgeprägten Verteidigungsinstinkt besitzt. Ihr winziger Stachel kann die menschliche Haut nicht durchdringen, zudem steht sie als heimische Wildbiene unter gesetzlichem Artenschutz.
Taxonomisch gehört die Schwarze Blutbiene zur Familie der Halictidae innerhalb der Ordnung der Hymenoptera (Hautflügler). Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien, wo sie als heimische Art gilt. Ihre Nistbiologie ist hochspezialisiert, da sie ausschließlich als Brutparasit bei bodennistenden Schmalbienen lebt. Von anderen Vertretern der Gattung Sphecodes unterscheidet sie sich vor allem durch ihre geringe Größe und die namensgebende dunkle Färbung, die oft ohne die gattungstypischen roten Hinterleibssegmente auskommt.
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•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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