Bild folgtKI-generierte IllustrationSphecodes pseudofasciatus Blüthgen, 1925
heimisch Deutschland
Specific native_regions cache: Germany · 85%
Diese kleine Wildbiene erkennst Du an ihrem fast unbehaarten, glänzenden Körper und dem charakteristischen roten Hinterleib, der ihr den Namen Blutbiene eingebracht hat. Die Spanische Blutbiene (Sphecodes pseudofasciatus) ist eine sogenannte Kuckucksbiene, was bedeutet, dass sie keine eigenen Nester baut. Stattdessen wartet sie an den Nesteingängen anderer Wildbienen, um ihre Eier in fremde Brutkammern zu schmuggeln. Da sie keinen Pollenvorrat für ihren eigenen Nachwuchs anlegen muss, fehlen ihr die typischen Sammelbürsten an den Beinen. Sie lebt polylektisch (nicht auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert) und besucht verschiedene Blüten, um Nektar für ihren eigenen Energiebedarf zu trinken. Häufig kannst Du sie im April im niedrigen Suchflug über offenem Boden entdecken. In Deinem Garten kannst Du sie unterstützen, indem Du sandige oder lehmige Bodenstellen unbewachsen lässt. Diese offenen Flächen dienen ihren Wirtstieren als Nistplatz, was wiederum das Vorkommen der Spanischen Blutbiene erst ermöglicht. Vermeide an solchen Stellen unbedingt den Einsatz von Rindenmulch, damit der Zugang zum Erdreich frei bleibt. Ein naturnaher Garten mit einer Vielfalt an heimischen Wildblumen bietet ihr zudem die nötige Nahrung in Form von Nektar.
Diese Wildbiene ist für Dich absolut harmlos, da sie sich sehr friedfertig verhält und ihr winziger Stachel die menschliche Haut nicht durchdringen kann. Sie steht wie alle heimischen Wildbienen unter allgemeinem Schutz und sollte als nützlicher Teil der natürlichen Artenvielfalt im Garten willkommen geheißen werden.
Ernährung & Verhalten
Nahrung
cleptoparasite
Generationen/Jahr
univoltin
Die Spanische Blutbiene (Sphecodes pseudofasciatus) gehört zur Familie der Halictidae (Schmalbienenartige) innerhalb der Ordnung der Hymenoptera (Hautflügler). Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Mitteleuropa und umfasst Deutschland, Österreich sowie die Schweiz. Als cleptoparasitisch (als Brutparasit lebend) spezialisierte Art ist ihre Existenz zwingend an das Vorkommen geeigneter Wirtsbienen gebunden. Eine genaue Unterscheidung von anderen Arten der Gattung (Sphecodes) ist aufgrund der geringen Körpergröße und ähnlichen Färbung im Feld kaum möglich.
1 Video zu Spanische Blutbiene
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →