Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Wenn du im Frühjahr oder frühen Sommer aufmerksam durch deinen Garten gehst, entdeckst du vielleicht eine kleine, gedrungene Spinne, die sich eher unauffällig verhält. Spiracme striatipes gehört zur Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae). Ihr Name deutet bereits auf eine ihrer markantesten Eigenschaften hin: Sie kann sich wie eine Krabbe seitwärts bewegen. Auffällig sind ihre beiden vorderen Beinpaare, die deutlich kräftiger ausgebildet und meist nach vorne gerichtet sind. Diese nutzt sie, um ihre Beute im direkten Zugriff zu halten, statt sie in einem Netz zu verstricken. Sie gehört zu den Jägern, die aktiv auf Beute lauern, oft auf Blüten oder Blättern, wo ihre Körperzeichnung für eine hervorragende Tarnung sorgt.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Den Lebenszyklus dieser Spinnenart prägt das europäische Klima. Die adulten, also geschlechtsreifen Tiere, lassen sich häufig im späten Frühjahr und Frühsommer beobachten, wenn die Blütenpracht im Garten die entsprechenden Insekten anlockt. Nach der Paarung legt das Weibchen ihre Eier in einen meist gut getarnten Kokon ab, den sie häufig an Pflanzenteilen befestigt. Die Jungtiere schlüpfen im Laufe des Sommers und überwintern meist in einem geschützten Stadium in der Bodenvegetation oder in der Krautschicht, um im kommenden Frühjahr wieder aktiv zu werden.
Wie fast alle heimischen Spinnen ist auch diese Krabbenspinne vollkommen harmlos für dich. Ihre Kieferklauen (Cheliceren), mit denen sie ihre Beute fixiert, sind zu klein und zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen. Zudem sind sie völlig friedfertig und flüchten bei Gefahr eher, anstatt zuzubeißen. Sie stellen keine Gefahr für Mensch oder Haustier dar und tragen als natürliche Regulatoren zum Gleichgewicht in deinem Garten bei.
Systematisch ordnen wir Spiracme striatipes innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae) in die Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae) ein. Die Gattung Spiracme umfasst verschiedene Arten, die sich morphologisch, also in ihrem äußeren Körperbau, stark ähneln. Die Verbreitung der Art erstreckt sich über weite Teile Europas. Als klassische Lauerjägerin baut sie kein Fangnetz, sondern setzt auf die Strategie der Ansitzjagd. Dabei wartet sie bewegungslos auf Blüten darauf, dass Bestäuber wie Fliegen oder Wildbienen in ihre Reichweite gelangen.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →