Bild folgtKI-generierte IllustrationSpirodela polyrhiza
Auch bekannt als: Vielwurzelige Teichlinse
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An ihrem dichten Büschel aus feinen Wurzeln, die unter den rundlichen Schwimmblättern hängen, lässt sich die Vielwurzlige Teichlinse (Spirodela polyrhiza) sofort erkennen. Im Gegensatz zu anderen Wasserlinsen besitzt sie nämlich nicht nur eine, sondern viele Wurzeln pro Glied, was ihr ein sehr markantes Aussehen verleiht. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle als Schattenspender, was die unerwünschte Algenbildung im Teich deutlich hemmt. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) bindet sie überschüssige Nährstoffe und sorgt so für biologische Klärung. In der freien Natur profitieren Tiere wie der Nutria (Myocastor coypus) von ihr als Nahrungsquelle. Wenn du das ökologische Gleichgewicht in deinem Wasserbecken stabilisieren möchtest, ist diese heimische Schwimmpflanze ein echter Gewinn.
Natürlicher Filter und Schattenspender: Die Linse für klares Teichwasser.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten dient die Vielwurzlige Teichlinse als Nahrungsquelle für den Nutria (Myocastor coypus), der die saftigen Schwimmteppiche gerne abweidet. Im Gartenökosystem ist ihre wichtigste Funktion die Beschattung: Durch die Abdeckung der Wasseroberfläche kühlt sie das Wasser im Hochsommer ab, was für Amphibien und Wasserinsekten überlebenswichtig ist. Zudem entzieht sie dem Wasser aktiv Phosphate und Nitrate, wodurch sie die Lebensgrundlage für Fadenalgen reduziert. Die dichten Wurzelbüschel unter Wasser bieten zudem einen geschützten Rückzugsort für Jungfische und Kaulquappen, die dort Schutz vor Fressfeinden finden. So trägt die kleine Pflanze maßgeblich zur Stabilität des gesamten Teichbiotops bei.
Die Vielwurzlige Teichlinse wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie zur Familie der Aronstabgewächse gehört, sollten die Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Achte bei kleinen Kindern im Garten grundsätzlich auf eine Sicherung des Teiches, da Wasserflächen an sich eine Gefahr darstellen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz am Teich, da die Pflanze viel Licht (Ellenberg Lichtwert 7) für ihre schnelle Vermehrung benötigt.
Wasserbeschaffenheit: Die Linse gedeiht am besten in nährstoffreichem, fettem Wasser (Starkzehrer); in zu nährstoffarmen Teichen wächst sie nur langsam.
Einsetzen: Die ideale Zeit zum Aussetzen ist das Frühjahr (April bis Mai), sobald keine harten Fröste mehr das Oberflächenwasser gefrieren lassen.
Pflanzvorgang: Lege die kleinen Schwimmblätter einfach vorsichtig auf die Wasseroberfläche; sie nehmen sofort ihre Arbeit auf.
Pflege: Entnimm im Sommer regelmäßig einen Teil der Pflanzen mit dem Kescher, um die gebundenen Nährstoffe dauerhaft aus dem System zu entfernen.
Winter: Die Pflanze ist winterhart, da sie im Herbst Turionen (Sinkknospen) bildet, die frostfrei am Grund überdauern.
Pflanzpartner: Gute Nachbarin ist die Krebsschere (Stratiotes aloides) – beide Arten ergänzen sich in ihrer nährstoffzehrenden Wirkung und bevorzugen sonnige Standorte.
Die Vielwurzlige Teichlinse gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und ist als Indigen (einheimische Art) in ganz Mitteleuropa verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt stehende, nährstoffreiche Gewässer wie Altwässer oder Dorfteiche. Eine morphologische Besonderheit sind die bis zu einem Zentimeter großen, oft rötlich unterlaufenen Sprossglieder, die deutlich größer sind als bei der Kleinen Wasserlinse. Zur Überwinterung bildet sie spezielle Turionen (stärkereiche Winterknospen), die auf den Gewässergrund sinken. Botanisch interessant ist ihre Einordnung als Starkzehrer (Stickstoffanzeiger), was sie zu einem Bioindikator für nährstoffreiche Standorte macht.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →