
Stachys palustris
Auch bekannt als: epiaire des marais
23
Arten
interagieren
64
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Sumpf-Ziest einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen kantigen Stängeln und den rosavioletten Lippenblüten, die in Etagen angeordnet sind, ist er eine markante Erscheinung an feuchten Plätzen. Als heimische Wildstaude spielt er eine zentrale Rolle in naturnahen Gärten, da er die Bodenfeuchte liebt und ökologische Nischen besetzt, die viele Zierpflanzen meiden. Er dient verschiedenen Bestäubergruppen als verlässliche Tankstelle in den Hochsommermonaten. Durch seine Vorliebe für nährstoffreiche Böden hilft er Dir dabei, feuchte Gartenbereiche sinnvoll und attraktiv zu begrünen. Schau am besten regelmäßig nach Deinen Beständen, um das rege Treiben an den Blüten zu beobachten.
Der robuste Spezialist für nasse Füße: 0,55 m pure Lebenskraft am Teichrand.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Sumpf-Ziest eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Insektengruppen während seiner Blütezeit von Juni bis September. Da er als Starkzehrer auf nährstoffreichen Böden gedeiht, produziert er eine vitale Pflanzenmasse, die das Mikroklima im Garten durch Verdunstung kühlt. Die leichten Samen, mit einem Gewicht von etwa 1,1 mg, werden im Herbst durch Wind und Wasser verbreitet und bieten kleinen Vogelarten eine zusätzliche Nahrungsquelle. Als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde oder indigen ist) ist er perfekt in das lokale Ökosystem integriert. Seine Anwesenheit fördert die Biodiversität besonders in feuchten Gartenbereichen, die sonst oft artenarm bleiben.
Der Sumpf-Ziest wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, solltest Du darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile verzehren. Bei Unsicherheiten oder versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Im Gartenalltag ist der Umgang mit der Pflanze bei normaler Vorsicht jedoch unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.554 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzeiger 7), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Boden: Er benötigt einen Starkzehrer-Boden (nährstoffreich und fett); bereite das Beet mit reifem Kompost vor.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte stets frisch bis feucht sein; ideal ist die Pflanzung in der Sumpfzone des Gartenteichs.
Bodenreaktion: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (pH-Wert um 7).
Pflanzzeit: Setze die Staude am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Pflanzabstand: Da er eine Blattfläche von rund 937 mm² pro Blatt entwickelt, plane ausreichend Platz ein.
Pflege: Ein Rückschnitt im Spätwinter fördert den kräftigen Neuaustrieb im Frühjahr.
Vermehrung: Er verbreitet sich durch seine leichten Samen (Diasporen) oft von selbst über Wind oder Wasser.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) – beide lieben nasse Füße und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Sumpf-Ziest (Stachys palustris) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist in Mitteleuropa indigen (einheimisch) und besiedelt natürlicherweise Verlandungszonen, Gräben und Feuchtwiesen. Als krautige Pflanze (nicht verholzend) bildet er weiche, breitblättrige Blätter aus und erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,55 m. Typisch für die Gattung Stachys sind die vierkantigen Stängel und die charakteristischen Lippenblüten, die speziell auf die Bestäubung durch Insekten mit langem Rüssel angepasst sind.
3 Videos zu Sumpf-Ziest



22 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Rostislav Ageev / Adobe Stock / AdobeStock_136354416
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