Bild folgtKI-generierte IllustrationStachys palustris x sylvatica
An ihren rötlich-violetten Lippenblüten, die in Etagen am vierkantigen Stängel sitzen, lässt sich der Bastard-Ziest (Stachys palustris x sylvatica) sofort erkennen. Als Kreuzung zweier heimischer Wildpflanzen bringt er eine besondere Robustheit in Deinen Garten, da er die Eigenschaften von Wald- und Sumpfbewohnern vereint. Da er nicht verholzt, zieht er sich im Winter komplett zurück und treibt im Frühjahr verlässlich aus seinem Wurzelstock neu aus. Mit einer Blattfläche von über 900 Quadratmillimetern bildet er ein dichtes Laub, das den Boden wirksam vor Austrocknung schützt. Wenn Du eine unkomplizierte Pflanze für feuchtere Gartenbereiche suchst, ist dieser Ziest genau die richtige Wahl für Dich.
Robuster Hybrid-Ziest: 0,55 m Naturkraft für Deine feuchten Gartenstellen.
In Deinem Gartenökosystem übernimmt dieser Ziest eine wichtige Funktion bei der Bodenbeschattung, da seine Blattfläche von 937,13 mm² eine geschlossene Decke bildet. Ein besonderes Merkmal ist die Ausbreitungsstrategie: Die Samen sind mit rund 1,1 Milligramm extrem leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Da er nicht verholzt, produziert er jedes Jahr frische, grüne Biomasse, die Kleinstlebewesen am Boden Nahrung und Deckung bietet. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, bereichert er durch seine späte Blüte die Strukturvielfalt. Die leichten Samen können im Winter zudem als Nahrung für Vögel dienen, die auf kleine Sämereien spezialisiert sind. Sein Wert liegt vor allem in der Besiedlung von Übergangszonen zwischen Gehölz und Freifläche.
Der Bastard-Ziest wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Du beim Gärtnern mit Kleinkindern achtsam sein solltest. Es empfiehlt sich, darauf zu achten, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Sollte es dennoch dazu kommen, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.55 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten oder an einer feuchten, sonnigen Stelle im Garten.
Boden: Der Untergrund sollte humos (reich an zersetztem organischem Material) und gleichmäßig feucht sein.
Pflanzzeit: Setze junge Stauden idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst vor dem ersten Frost.
Wuchshöhe: Plane im Beet mit einer Endhöhe von genau 0,55 m.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 bis 40 cm Abstand zu Nachbarpflanzen ein.
Pflege: Ein Rückschnitt der abgeblühten Stängel im Spätsommer verhindert die weitere Ausbreitung über die leichten Samen.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich durch ihre 1,0986 mg leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) über den Wind.
Winterpflege: Lass die vertrockneten Triebe als Winterschutz für den Boden stehen und schneide sie erst im zeitigen Frühjahr ab.
Pflanzpartner: Gute Nachbarin ist der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) – er teilt die Vorliebe für feuchte Böden.
Der Bastard-Ziest (Stachys palustris x sylvatica) ist eine natürliche Hybride (Kreuzung) aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er besiedelt bevorzugt Standorte, an denen seine Elternarten – der Sumpf-Ziest und der Wald-Ziest – gemeinsam vorkommen, etwa an Grabenrändern oder schattigen Waldsäumen. Die Pflanze wächst rein krautig, das heißt, sie bildet keine holzigen Teile aus und erreicht eine feste Wuchshöhe von 0,55 m. Charakteristisch sind die breitblättrigen, gegenständig angeordneten Blätter und der für die Gattung typische vierkantige Stängelquerschnitt.
1 Video zu Stachys palustris x sylvatica
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →