Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium sterneri
Wer Sterners Labkraut (Galium sterneri) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren zierlichen, quirlständigen Blättern und dem niedrigen Wuchs von genau 0,22 m schmiegt sie sich perfekt in magere Standorte. Diese seltene Wildpflanze ist ein wahrer Schatz für deinen Garten, da sie als Rote-Liste-Art aktiv zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt beiträgt. Da sie eine Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) eingeht, fördert sie ein gesundes Bodenleben unter der Erdoberfläche. Im Naturgarten besetzt sie ökologische Nischen auf nährstoffarmen Flächen, die viele Zierpflanzen meiden. Hast du schon einen vollsonnigen, mageren Platz für diese kleine Kostbarkeit gefunden?
Echte Rarität für Kenner: Hol dir ein Stück Rote Liste in den Garten.
Sterners Labkraut ist eine ökologische Spezialistin für extrem nährstoffarme Lebensräume, die in unserer Landschaft immer seltener werden. Da die Pflanze eine Mykorrhiza (AM - Arbuskuläre Mykorrhizapilze) nutzt, unterstützt sie ein komplexes Pilz-Netzwerk im Boden, das die Stabilität des Gartenökosystems erhöht. Ihre Samen sind mit nur 0,4525 mg extrem leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht und so zur Vernetzung isolierter Biotope beiträgt. Als Rote-Liste-Art bewahrt sie wertvolles genetisches Erbe in deinem Garten. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten für diese Rarität knapp sind, dient sie als heimische Art der lokalen Insektenwelt. Mit einer Blattfläche von 7,35 mm² pro Blatt bietet sie zudem kleinsten Lebewesen im bodennahen Bereich Schutz.
In der Fachdatenbank wird Sterners Labkraut als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du beim Gärtnern mit kleinen Kindern achtsam sein solltest. Es sind keine spezifischen Vergiftungsfälle bekannt, doch die Pflanze ist grundsätzlich nicht für den Verzehr vorgesehen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs hilft der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 weiter.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.224 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort in voller Sonne (Lichtwert 9), damit die Pflanze ihre typische Form behält.
Der Boden muss nährstoffarm sein (Schwachzehrer), verzichte daher unbedingt auf jeglichen Dünger.
Achte auf eine mäßig feuchte Bodenbeschaffenheit (Frische), vermeide aber Staunässe durch gute Drainage.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Exemplare idealerweise zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Eine Pflanzung ist auch von September bis November möglich, solange der Boden frostfrei ist.
Halte den Boden neutral bis schwach sauer (Reaktionswert 6), um die natürlichen Standortbedingungen zu simulieren.
Die Vermehrung erfolgt über die sehr leichten Samen (0,4525 mg), die durch den Wind verbreitet werden.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für magere Standorte und ergänzt das Labkraut ökologisch hervorragend.
Das Sterners Labkraut gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist eine in Deutschland heimische, ausdauernde krautige Pflanze. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst extrem lichtreiche Standorte auf neutralen bis schwach sauren Böden. Botanisch zeichnet sie sich durch ihre nicht verholzenden Stängel und die typischen breitblättrigen Blattquirle aus. Besonders bemerkenswert ist ihr Status als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen, wobei sie heute als extrem selten eingestuft und auf der Roten Liste geführt wird.
2 Videos zu Sterners Labkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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