Bild folgtKI-generierte IllustrationStipa lessingiana
Auch bekannt als: Stipa lessingiana
An ihren silbrig glänzenden, fadenfeinen Grannen (langgezogene Borsten an den Samenkörnern) lässt sich Stipa lessingiana sofort erkennen. Dieses Federgras ist ein Charaktertier der Steppenlandschaften und bringt eine faszinierende Leichtigkeit in deinen Naturgarten. Da die Samen durch das extrem geringe Gewicht vom Wind verbreitet werden, kannst du beobachten, wie die Natur die Gestaltung deiner Freiflächen übernimmt. Auch wenn für diese Art keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, bietet der dichte Wuchs wertvollen Schutz für bodennahe Kleintiere. Du holst dir mit diesem Gras ein Stück unberührte, wilde Weite direkt an dein Haus.
Silbrige Eleganz für Trockenkünstler: Ein Hauch von Steppe in deinem Garten.
Die ökologische Strategie von Stipa lessingiana basiert auf der Windbestäubung, weshalb die Pflanze keinen Nektar für Insekten produziert. Dennoch erfüllt sie wichtige Funktionen: Die feinen Halme bieten in der ansonsten kargen Landschaft von Trockenrasen wichtigen Unterschlupf für Insekten und Spinnen. Mit einem Diasporengewicht von nur 2,36 mg stellt das Gras eine mobile Nahrungsquelle dar, da die Samen über weite Strecken verweht werden. In den Wintermonaten dienen die stehengelassenen Samenstände als ergänzendes Futterangebot für Vögel. Als Strukturgeber in Magerbeeten fördert es eine naturnahe Dynamik, indem es durch Selbstaussaat Lücken schließt und so den Boden vor Erosion schützt.
Das Lessing-Federgras wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an den sehr feinen, spitzen Grannen (borstenartige Anhängsel der Samen), die bei Kontakt leicht in die Haut oder Kleidung eindringen und dort Reizungen verursachen können. Auch für Haustiere können die Samen problematisch sein, wenn sie sich im Fell oder an empfindlichen Stellen wie den Ohren festsetzen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, da das Gras für eine gesunde Entwicklung maximale Lichtintensität benötigt.
Der Boden sollte unbedingt durchlässig und nährstoffarm sein; schwere Erde solltest du mit reichlich Sand oder Kies abmagern (nährstoffärmer machen).
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Achte beim Einpflanzen auf einen ausreichenden Abstand, damit die horstartige Wuchsform gut zur Geltung kommt.
Da das Gras an Trockenheit angepasst ist, musst du es nur in der ersten Anwachsphase regelmäßig gießen.
Schneide die vertrockneten Halme erst im zeitigen Frühjahr zurück, um die Pflanze vor Winternässe zu schützen.
Eine Vermehrung findet im Garten meist ganz natürlich durch die Selbstaussaat der leichten Samen statt.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen Standortansprüche teilt und ökologisch in denselben Lebensräumen vorkommt.
Das Lessing-Federgras (Stipa lessingiana) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eine typische Art der eurasischen Steppengebiete. In unserer Region findet es seine ökologische Nische in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo es als ausdauerndes, nicht verholzendes Gras dichte Horste (kompakte Pflanzenbüschel) bildet. Eine morphologische Besonderheit sind die Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die mit nur 2,36 mg extrem leicht sind. Diese Leichtigkeit ermöglicht die Anemochorie (Windausbreitung), wodurch das Gras weite Strecken überbrücken kann, um neue offene Bodenstellen zu besiedeln.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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