Bild folgtKI-generierte IllustrationStipa styriaca
Unverwechselbar ist das Steirische Federgras durch seine langen, silbrig-glänzenden Grannen (borstenartige Fortsätze), die sich wie zarte Federn im Wind wiegen. Als seltener Bewohner trockener Standorte bringt diese Pflanze eine besondere Wildnis-Ästhetik in deinen Garten und dient als wertvolle Strukturpflanze. Da es wärmeliebend ist, kommt es hervorragend mit den zunehmend trockenen Sommern zurecht und bietet kleinen Tieren auch im Winter wertvollen Schutz. Das Gras ist ein wunderbares Beispiel für die Schönheit heimischer Spezialisten, die mit wenig Wasser auskommen. Wenn du einen sonnigen Platz mit durchlässigem Boden hast, ist dieses Gras die perfekte Wahl für dich. Probiere es aus und beobachte, wie es das Licht in deinem Garten einfängt.
Silbriger Halmtänzer für sonnige Beete – robust, trockenheitsliebend und elegant.
Obwohl für das Steirische Federgras keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, erfüllt es eine wichtige ökologische Funktion als Strukturgeber im Naturgarten. Die hohlen Halme und die dichten Horste (Pflanzenbüschel) bieten vielen Insekten sichere Überwinterungsquartiere und Schutz vor Witterung. In der kalten Jahreszeit dienen die verbliebenen Samenstände als Nahrungsquelle für heimische Vögel. Durch das späte Zurückschneiden im Frühjahr bleibt dieser Lebensraum über die kritischen Monate erhalten. Das Gras trägt zur Stabilisierung trockener Bodenbereiche bei und fördert so ein stabiles Mikroklima für bodenbewohnende Lebewesen. In einer naturnahen Pflanzung bildet es das Rückgrat für die Biodiversität auf mageren Standorten.
Das Steirische Federgras wird als nicht kindersicher eingestuft. Grund dafür sind die langen, spitzen Grannen der Samen, die bei Kontakt leicht in die Haut, in Augen oder Ohren eindringen und dort Reizungen verursachen können. Es empfiehlt sich daher, das Gras in Bereichen des Gartens zu pflanzen, die nicht als direkte Spielfläche dienen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten, der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Der Boden muss sehr gut durchlässig sein; Staunässe (stehendes Wasser) verträgt das Gras überhaupt nicht.
Pflanze das Federgras im Frühling zwischen März und Mai, damit es vor dem ersten Frost sicher anwurzeln kann.
Bereite den Boden vor, indem du bei schweren Böden Sand oder feinen Kies einarbeitest, um eine Drainage (Wasserabzugsschicht) zu schaffen.
Halte beim Einsetzen einen Pflanzabstand von etwa 40 Zentimetern ein, damit die Pflanze ihre natürliche Form zeigen kann.
Schneide die alten Halme erst im zeitigen Frühjahr (März) handhoch zurück, kurz bevor der neue Austrieb beginnt.
Eine zusätzliche Düngung ist nicht notwendig, da die Art an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie gedeiht unter den gleichen trockenen Bedingungen und ergänzt das Gras optisch im Spätsommer.
Das Steirische Federgras (Stipa styriaca) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen. Es ist in Deutschland heimisch, wo es vorwiegend auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und an sonnigen Felshängen vorkommt. Typisch für die Gattung sind die horstartige Wuchsform und die auffälligen, federartig behaarten Samengranne. Mit einem Temperaturzeigerwert von 5 bevorzugt die Art mäßig warme Lagen ohne extreme Hitze oder Kälte. In der Natur ist sie ein Indikator für kalkhaltige und stickstoffarme Standorte.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →