Bild folgtKI-generierte IllustrationStratiotes aloides
Auch bekannt als: Falscher Wasserfenchel, Afteraloe, Wassersegen, Wasserschere, Sumpfaloe, Reiterskraut, Donnerbart-Wasserfenchel, Wasserscheer, Wassersichel, Säbelkraut, Wassersäge, Sichelkraut
An ihren steifen, schwertförmigen Blättern mit den gesägten Rändern lässt sich die Krebsschere (Stratiotes aloides) sofort erkennen – sie erinnert optisch stark an den Blattschopf einer Ananas. Da diese Art auf der Roten Liste mit Stufe 3 als gefährdet eingestuft wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum lokalen Artenschutz. In deinem Gartenteich bietet sie durch ihre dichten Blattstrukturen wertvollen Lebensraum für die heimische Tierwelt unter und über Wasser. Hol dir diesen schwimmenden Naturschatz in den Garten und beobachte das faszinierende Auf- und Abtauchen im Jahreslauf.
Gefährdeter Naturschatz: Die Krebsschere bringt seltene Wildnis in deinen Teich.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist die Krebsschere (Stratiotes aloides) eine Charakterpflanze für saubere Stillgewässer und gilt in unseren Regionen als gefährdet (Rote Liste 3). Durch ihre Rosettenbildung schafft sie im Wasser einen komplexen Lebensraum, der für die aquatische Artenvielfalt von großer Bedeutung ist. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September, wobei die weißen Blüten markant über den Wasserspiegel ragen. Da sie als Mittelzehrer eingestuft ist, hilft sie dabei, das Nährstoffgleichgewicht in deinem Gartenteich zu stabilisieren. Mit ihrer Ansiedlung förderst du eine Art, die in der freien Natur aufgrund von Lebensraumverlust immer seltener wird.
Die Krebsschere (Stratiotes aloides) ist als nicht kindersicher eingestuft, da ihre scharf gesägten Blattränder bei unvorsichtiger Berührung zu schmerzhaften Schnittverletzungen führen können. Für Kinder und Haustiere ist sie zwar nicht giftig, sollte aber aufgrund der Verletzungsgefahr außerhalb der direkten Reichweite an flachen Uferzonen platziert werden. Trage beim Hantieren im Teich am besten Handschuhe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.152 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Standort für deinen Teich, damit die Pflanze kräftig gedeiht.
Ellenberg Feuchte 11: Die Krebsschere benötigt dauerhaft tiefes Wasser (Hydrophyt) und sollte nie trockenfallen.
Boden/Nährstoffe: Als Mittelzehrer benötigt sie einen nährstoffreichen Schlamm am Teichgrund oder ausreichend gelöste Nährstoffe im Wasser.
Pflanzzeit: Setze die Krebsschere am besten im Frühjahr (April bis Mai) ein, indem du sie einfach auf die Wasseroberfläche legst.
Wuchshöhe: Beachte, dass die Rosette etwa 0,15 m aus dem Wasser herausragt.
Winterpflege: Die Pflanze sinkt im Herbst von selbst auf den Grund und taucht im Frühjahr wieder auf – du musst sie also nicht herausholen.
Gute Partnerin: Die Schwanenblume (Butomus umbellatus) ergänzt die Krebsschere am Teichrand, da beide kalkhaltiges, basisches Wasser (Ellenberg Reaktion 7) bevorzugen.
Die Krebsschere (Stratiotes aloides) gehört zur Familie der Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Hydrophyt (Wasserpflanze) besiedelt sie natürlicherweise stehende oder langsam fließende Gewässer wie Altwässer und Gräben. Eine morphologische Besonderheit sind die dreikantigen, dornig gezähnten Blätter, die in einer Rosette angeordnet sind. Da sie als Indigen (einheimisch) gilt, ist sie perfekt an unser Klima angepasst und kommt sowohl frei schwimmend als auch im Schlamm wurzelnd vor.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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