Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxifraga cotyledon
Auch bekannt als: Pracht-Steinbrech
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Du erkennst den Strauß-Steinbrech (Saxifraga cotyledon) an seinen prachtvollen, weißen Blütenrispen, die aus einer dichten Rosette fleischiger, löffelförmiger Blätter entspringen. In deinem Naturgarten übernimmt er eine wichtige Rolle als Nahrungsquelle für spezialisierte Hochgebirgs-Schmetterlinge wie den Hochalpen-Apollo (Parnassius phoebus) oder den Perlmuttfalter Boloria tritonia. Da er ursprünglich aus kühlen Felsregionen stammt, bringt er eine robuste, alpine Ästhetik in Steingärten und Trockenmauern. Wer diese Pflanze einmal in voller Blüte gesehen hat, vergisst den Anblick der unzähligen Einzelblüten nicht mehr. Wenn du einen kühlen, hellen Platz bietest, wird er dich über Jahre hinweg mit seiner Vitalität erfreuen.
Alpiner Blütenpracht-Garant: Lebenswichtige Tankstelle für den Hochalpen-Apollo.
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Der Strauß-Steinbrech leistet einen wesentlichen Beitrag zur Biodiversität, insbesondere für die alpine Falterwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er eine fundamentale Nahrungsquelle für den gefährdeten Hochalpen-Apollo (Parnassius phoebus). Auch Schmetterlinge wie Boloria tritonia nutzen das Nektarangebot der späten Blütezeit zwischen Juli und September. Die Pflanze lebt in einer AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen), was die Nährstoffaufnahme in kargen Böden verbessert und das biologische Gleichgewicht im Garten fördert. Durch seine spezialisierte Nische bietet er Lebensraum für Insekten, die auf kühle, feuchte Steinstandorte angewiesen sind.
Der Strauß-Steinbrech wird als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unwohlsein kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.251 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Standort, wobei die Pflanze in heißen Sommern einen eher kühlen Fuß bevorzugt.
Ellenberg Feuchte 5: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), vermeide aber unbedingt Staunässe durch eine gute Drainage (Wasserabfluss).
Ellenberg Naehrstoffe 2: Als Schwachzehrer benötigt er extrem mageres Substrat; verzichte vollständig auf organischen oder mineralischen Dünger.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht eine Höhe von genau 0.25 m.
Pflanzzeit: Setze den Steinbrech im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Bodenvorbereitung: Mische den Boden mit viel mineralischem Splitt oder feinem Kies, um die Durchlässigkeit zu erhöhen.
Vermehrung: Nach der Blüte stirbt die Hauptrosette ab; die Pflanze erhält sich jedoch durch die zahlreichen seitlich gebildeten Tochterrosetten.
Gute Partnerin: Die Echte Hauswurz (Sempervivum tectorum) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen kargen Bedingungen schätzt und den Boden ökologisch stabilisiert.
Der Strauß-Steinbrech ist ein Vertreter der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) und in den Alpenregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz beheimatet. Sein natürlicher Lebensraum sind Silikatfelsfluren (kalkarme Gesteinsstandorte) und feuchte Felswände in kühlen Gebirgslagen. Eine botanische Besonderheit sind die Kalkdrüsen an den Blatträndern, über die die Pflanze überschüssige Mineralien ausscheidet, was oft als feiner weißer Rand sichtbar ist. Er wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und bildet durch Tochterrosetten im Laufe der Zeit kleine Kolonien auf engem Raum.
1 Video zu Strauß-Steinbrech

•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →