Bild folgtKI-generierte IllustrationElymus obtusiflorus
Auch bekannt als: Stumpfblütige Quecke
Mit ihren straff aufrechten, oft blaugrün schimmernden Halmen fällt die Pontische Quecke (Elymus obtusiflorus) sofort auf. Als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) hat sie sich in trocken-warmen Lagen Deutschlands und der Schweiz fest etabliert. Im Garten schätzen wir sie vor allem als robusten Strukturgeber, der selbst auf sehr kargen Böden eine gute Figur macht. Da sie laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird, solltest du ihren Platz im Garten mit Bedacht wählen. Wenn du einen unkomplizierten Begleiter für sonnige Standorte suchst, ist dieses Gras eine pflegeleichte Wahl für dich.
Robuster Strukturgeber für sonnige Trockenstandorte und karge Böden.
In der ökologischen Gartengestaltung dient die Pontische Quecke primär als wertvoller Rückzugsort und Überwinterungsquartier für kleine Gartenbewohner. Da für diese Art keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt ihr Nutzen vor allem in der Bereitstellung von Struktur und Deckung. Die dichten Halme bieten Schutz vor Witterungseinflüssen und Fressfeinden. In den Wintermonaten können die stehengelassenen Samenstände zudem als Nahrungsquelle für heimische Vögel dienen. Durch ihre Anpassung an trockene Standorte unterstützt sie die Biodiversität in Bereichen, die für viele andere Pflanzen zu extrem sind.
Bitte beachte, dass die Pontische Quecke in der Datenbank als nicht kindersicher aufgeführt ist. Dies liegt häufig an den scharfkantigen Blättern von Quecken-Arten, die bei unvorsichtiger Berührung zu kleinen Schnittwunden führen können. Du solltest sie daher nicht unmittelbar am Rand von Spielflächen oder Wegen pflanzen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Boden: Der Untergrund sollte trocken und mager sein; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit Frühjahr: Setze junge Gräser am besten zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Eine Pflanzung ist auch von September bis November möglich, solange der Boden offen ist.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden solltest du Sand einarbeiten, um eine ausreichende Drainage (Wasserabfluss) zu gewährleisten.
Pflege: Schneide die alten Halme erst im zeitigen Frühjahr vor dem neuen Austrieb bodennah zurück.
Vermehrung: Das Gras lässt sich im Frühjahr einfach durch Teilung des Wurzelstocks vermehren.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für trockene Standorte und ergänzt die Grashalme optisch perfekt.
Die Pontische Quecke gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz als beständiger Neophyt bekannt. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sonnige Wegränder, wo sie auch längere Hitzeperioden problemlos übersteht. Morphologisch zeichnet sie sich durch steife Blätter und die für Quecken (Elymus) typischen, ährenförmigen Blütenstände aus. Als ausdauerndes Gras bildet sie Horste, die zur Stabilisierung des Bodens beitragen können.
2 Videos zu Pontische Quecke
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →