Bild folgtKI-generierte IllustrationSympetrum sanguineum
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Die Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) erkennst Du sofort an der intensiv scharlachroten Färbung der Männchen und ihren markanten, komplett schwarzen Beinen. In Deinem Garten zeigt sie ein typisches Verhalten als Ansitzjäger (ein Jäger, der von einer festen Warte aus startet), indem sie auf Stecken oder Halmen lauert. Von diesen Aussichtspunkten aus startet sie blitzschnelle Jagdflüge, um andere Fluginsekten direkt in der Luft zu erbeuten. Ihre Larvenzeit verbringt die Art im Wasser, wo sie am Boden oder zwischen Wasserpflanzen räuberisch lebt und sich von kleinen Wasserorganismen ernährt. Zum Schlupf verlässt die Larve das Gewässer und klettert an Halmen empor, um dort die Exuvie (die leere Larvenhülle) zu hinterlassen. Du kannst dieses Tier unterstützen, indem Du einen Gartenteich mit flachen Uferzonen anlegst. Als Besuchspflanze nutzt die Libelle die Acker-Kratzdistel, an der sie oft bei der Suche nach Beute oder Rastplätzen zu finden ist. Ein strukturreicher Garten mit Sitzwarten bietet ihr ideale Bedingungen für ihre Flugmanöver. Durch das Belassen von Ufervegetation ermöglichst Du den Larven einen sicheren Weg aus dem Wasser in ihr imaginales (erwachsenes) Stadium.
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Eiablage an Gewässerrändern
Mehrjährige Larvenentwicklung am Gewässergrund
Schlupf der Libellen an der Ufervegetation und Hinterlassen der Exuvie (Larvenhülle)
Reifezeit in der Umgebung des Schlupfgewässers
Flugzeit der adulten (erwachsenen) Tiere zur Jagd und Partnerwahl
Überwinterung erfolgt im Larvenstadium.
Diese Libelle ist für den Menschen völlig harmlos und kann weder stechen noch beißen. Als effiziente Jägerin reguliert sie Bestände von Mücken und anderen Fluginsekten in Deinem Garten. Wie alle heimischen Libellenarten steht sie unter allgemeinem Artenschutz und darf nicht beeinträchtigt werden.
Die Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum (Müller, 1764)) gehört innerhalb der Ordnung der Libellen zur Familie der Segellibellen (Libellulidae). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien. Diese heimische Art ist an stehenden Gewässern beheimatet, tritt aber als mobiler Flieger auch in Gärten fernab von Teichen auf. Mit einer Körperlänge von bis zu 40 Millimetern ist sie eine charakteristische Erscheinung der regionalen Insektenfauna.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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