Bild folgtKI-generierte IllustrationSymphyotrichum laeve
Auch bekannt als: Glatte Herbstaster, Kahle Aster, Glatte Aster
Artengruppe
Mit ihren glatten, bläulich-grünen Stängeln und den lavendelblauen Blütenkörben fällt die Glatte Herbstaster (Symphyotrichum laeve) sofort auf. In deinem Garten schließt sie eine wichtige ökologische Lücke, da ihre Blütezeit erst im September beginnt und bis in den Oktober reicht. In diesen späten Monaten bietet sie fliegenden Insekten eine der letzten großen Nektarquellen vor dem Winter. Mit einer Wuchshöhe von 0,93 m verleiht sie herbstlichen Beeten Struktur, ohne zu wuchern. Da sie sehr robust ist, eignet sie sich perfekt für dich, wenn du mit wenig Aufwand viel für die späte Artenvielfalt tun möchtest. Hast du schon einen sonnigen Platz für diese herbstliche Schönheit reserviert?
Späte Blütenpracht auf 0,93 m: Deine wichtigste Nektar-Tankstelle im Oktober.
Diese Aster ist eine strategisch wichtige Pflanze, da ihre Blütezeit von September bis Oktober reicht, wenn das restliche Nahrungsangebot oft schon knapp wird. Mit einer Blattfläche von 1127,75 mm² bietet sie eine beachtliche Oberfläche für den Stoffwechsel und dient zahlreichen Kleinstlebewesen als Lebensraum. Die Ausbreitung der Pflanze erfolgt über das extrem leichte Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,37 mg, wodurch die Samen effektiv durch den Wind verteilt werden. Als Starkzehrer (nährstoffliebende Pflanze) spielt sie eine aktive Rolle im Stickstoffkreislauf des Gartens. Auch wenn keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, zeigt die Beobachtung in naturnahen Gärten regelmäßig regen Besuch in der späten Flugsaison. Das Stehenlassen der verblühten Stängel im Winter schützt zudem den Boden und bietet Struktur.
Die Glatte Herbstaster wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du daher wachsam sein und den Verzehr von Pflanzenteilen verhindern. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Es empfiehlt sich, nach Pflegemaßnahmen wie dem Rückschnitt die Hände zu waschen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Sep – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.927 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), damit die Aster ihre volle Blütenpracht entwickelt.
Der Boden sollte nährstoffreich sein, da die Pflanze ein Starkzehrer (Art mit hohem Nährstoffbedarf) ist; Kompostgaben im Frühjahr helfen.
Achte auf frische Bodenbedingungen (Feuchtewert 5), vermeide aber Staunässe.
Die Art bevorzugt kalkhaltige oder basische Böden (Reaktionswert 8).
Pflanzzeit: Idealerweise im April oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Halte aufgrund der Wuchshöhe von 0,93 m ausreichend Abstand zu niedrigeren Nachbarpflanzen.
Schneide die vertrockneten Stängel erst im März zurück, um Überwinterungsplätze für Insekten zu erhalten.
Die Vermehrung erfolgt über das leichte, windverbreitete Saatgut (0,37 mg).
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Standorte.
Die Glatte Herbstaster gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird in Deutschland sowie Österreich als etablierter Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) geführt. Sie besiedelt bevorzugt sonnige Standorte auf frischen, also mäßig feuchten und sehr nährstoffreichen Böden. Als krautige Pflanze (nicht verholzend) zieht sie sich im Winter komplett in den Boden zurück und treibt im Frühjahr neu aus. Ein charakteristisches Merkmal sind ihre breitblättrigen, auffallend glatten Blätter und die typische Wuchshöhe von 0,93 m. Ihre Blütenstände bestehen aus zahlreichen Einzelblüten, die in den gattungstypischen Körbchen angeordnet sind.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →