Bild folgtKI-generierte IllustrationSymphytum bohemicum
Kaum zu übersehen: Der Böhmische Beinwell (Symphytum bohemicum) verrät sich durch seine charakteristisch hängenden, röhrenförmigen Blüten und die kräftig behaarten, lanzettlichen Blätter. Dass du diese Pflanze in deinem Garten kultivieren möchtest, ist eine hervorragende Entscheidung für die heimische Artenvielfalt, da sie in Deutschland und Österreich als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (bereits vor 1492 eingewandert) gilt. Sie ist perfekt an unsere klimatischen Bedingungen angepasst und gliedert sich nahtlos in das regionale Ökosystem ein. Mit der Wahl dieser Art zeigst du Verantwortungsbewusstsein für die Erhaltung unserer ursprünglichen Flora. Hast du schon einen ausreichend feuchten Platz für diesen beständigen Gartenbewohner reserviert?
Bodenständige Schönheit: Die robuste Wahl für feuchte Ecken im Naturgarten.
Als heimische Art (indigen/Archäophyt) ist der Böhmische Beinwell ein wertvoller Bestandteil der regionalen Biodiversität in Deutschland und Österreich. Nach aktuellen Beobachtungen zur Gattung dienen die tiefen Blütenröhren als wichtige Energiequelle für spezialisierte Bestäuber mit langen Rüsseln, die in der Lage sind, den Nektar zu erreichen. Da die Art in der Roten Liste als ungefährdet geführt wird, ist sie ein stabiler Pfeiler für das ökologische Gleichgewicht in feuchten Gartenhabitaten. Die stehenbleibenden Pflanzenteile bieten zudem im Winter Struktur und potenzielle Überwinterungsplätze für Bodenorganismen. Durch die Ansiedlung förderst du aktiv den Erhalt einer Pflanze, die seit Jahrhunderten Teil unserer Kulturlandschaft ist.
Bitte beachte, dass der Böhmische Beinwell als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie bei vielen Raublattgewächsen können die enthaltenen Inhaltsstoffe bei unsachgemäßem Umgang problematisch sein. Bei versehentlichem Verzehr oder Unsicherheiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wähle einen Standort, der ausreichend feucht ist, idealerweise in der Nähe eines Teiches oder in einer Senke.
Achte auf einen sonnigen bis halbschattigen Platz für eine optimale Blütenentwicklung.
Pflanzzeit im Frühjahr: Von März bis Mai, sobald der Boden frostfrei und bearbeitbar ist.
Pflanzzeit im Herbst: Von September bis November, um eine gute Wurzelbildung vor dem Winter zu ermöglichen.
Bereite den Boden mit etwas Kompost vor, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 40 bis 50 Zentimetern ein, da die Pflanze im Alter breiter wird.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann einen zweiten Austrieb fördern, ist aber kein Muss.
Vermehrung ist unkompliziert durch Wurzelteilung im zeitigen Frühjahr möglich.
Gute Partnerin: Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) — beide Arten schätzen feuchte Standorte und bilden im Frühjahr eine harmonische Einheit.
Der Böhmische Beinwell gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) innerhalb der Ordnung der Borretschartigen. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Teile Mitteleuropas, wobei er in Deutschland und Österreich fest etabliert ist. Als typischer Bewohner von Feuchtwiesen und Uferrandbereichen bevorzugt er Standorte mit guter Wasserversorgung. Charakteristisch für die Morphologie sind die borstigen Haare an Stängel und Blättern, die als Verdunstungsschutz dienen, sowie das tiefreichende Wurzelsystem, das ihm Standfestigkeit verleiht.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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