Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Auffällig ist bei Talanites alexeevi die kompakte, graubraune Färbung und die charakteristischen, röhrenförmigen Spinnwarzen – das sind die Organe zur Seidenproduktion am Hinterleibsende. Diese Spinne gehört zur Familie der Glattbauchspinnen (Gnaphosidae), die keine Fangnetze weben, sondern nachts frei am Boden jagen. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation. Nach der Paarung im Frühsommer legt das Weibchen ihre Eier in einen flachen, weißen Seidenkokon ab, den sie meist unter flachen Steinen bewacht. Die Jungtiere schlüpfen im Hochsommer und ernähren sich von Springschwänzen (Collembola) oder kleinen Blattläusen (Aphidoidea). Den Winter überdauern sie als fast erwachsene Tiere in einem festen Gespinstsack unter loser Baumrinde oder in einer Laubschicht. Du kannst diese nützlichen Jäger unterstützen, indem du im Herbst das Falllaub unter heimischen Sträuchern wie dem Roten Hartriegel (Cornus sanguinea) liegen lässt. Ein Steinhaufen aus regionalem Naturstein bietet ihnen zudem ideale Verstecke und Jagdreviere. Da sie sehr empfindlich auf Bodenbearbeitung reagieren, solltest du Beete möglichst wenig hacken.
Diese Spinne ist für den Menschen völlig harmlos, da ihre Kieferklauen, die sogenannten Cheliceren, viel zu klein sind, um die menschliche Haut zu durchdringen. Es besteht keinerlei Beißrisiko. Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher.
Talanites alexeevi gehört zur Familie der Glattbauchspinnen (Gnaphosidae) und ist eine thermophile, also wärmeliebende Art. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in Südosteuropa, doch sie breitet sich durch klimatische Veränderungen zunehmend aus. Sie lebt bevorzugt in offenen, trockenen Habitaten und ist am Boden unter Steinen oder Totholz zu finden. Markant für die Gattung sind die abgeflachten, zylindrischen Spinnwarzen und ein flinker, fast ruckartiger Laufstil.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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