Bild folgtKI-generierte IllustrationTapinocyba maureri Thaler, 1991
Diese winzige Spinne aus der Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae) erreicht meist nur eine Körperlänge von wenigen Millimetern und fällt im Garten kaum auf. Ihre Jagdstrategie basiert auf dem Bau von Baldachinnetzen (waagerechte, flächige Gespinste), die sie bodennah in der Streuschicht (abgefallenes Laub) errichtet. Bevorzugt bewohnt das Tier feuchte Mikrohabitate (kleine Lebensräume) wie Moospolster oder die lockere Humusschicht. Als aktiver Räuber ernährt sie sich von kleinsten Bodenorganismen und reguliert so die Bestände von Springschwänzen (Collembola). In Ihrem Garten übernimmt sie damit eine wichtige Rolle als nützlicher Helfer im Bodenökosystem. Sie können die Art unterstützen, indem Sie im Herbst das Laub unter Sträuchern liegen lassen und so wichtige Rückzugsorte erhalten. Ein Verzicht auf das Umgraben großer Bodenflächen schont die empfindlichen Netze und Eikokons (Gespinste mit Eiern). Durch eine naturnahe Gestaltung ohne chemische Mittel bleibt das biologische Gleichgewicht gewahrt. Beobachten lassen sich diese Tiere am ehesten, wenn man vorsichtig die oberste Schicht alter Blätter beiseite schiebt.
Diese Spinne ist für Menschen absolut harmlos, da ihre winzigen Mundwerkzeuge die Haut nicht durchdringen können. Es besteht kein Grund zur Sorge bei Berührungen während der Gartenarbeit. Eine Verwechslung mit giftigen Arten ist aufgrund der minimalen Größe praktisch ausgeschlossen.
Tapinocyba maureri ist eine Webspinne aus der Ordnung der Araneae (Spinnentiere) und gehört zur Familie der Linyphiidae (Baldachinspinnen). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz, wo sie als heimische Art gilt. Die Tiere führen eine verborgene Lebensweise in der Bodenstreu und erreichen lediglich eine Körpergröße von etwa 1 bis 2 Millimetern. Als bodenbewohnende Zwergspinne ist sie an kühle, feuchte Bedingungen angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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