Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum angustisquameum
Auch bekannt als: Taraxacum angustisquameum
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An den leuchtend gelben Korbblüten und den tief gezähnten Grundblättern lässt sich der Schmalschuppige Löwenzahn sofort erkennen. Als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) bereichert er deinen Garten ökologisch ungemein. Besonders Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) profitieren von seinem Nektarangebot. Wenn du eine robuste Wildpflanze suchst, die wenig Arbeit macht und viel bietet, ist dieser Löwenzahn genau richtig. Du förderst damit gezielt die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Löwenzahn eine lebenswichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Schmetterlingsarten. Zu den Besuchern zählen der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Nordafrikanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii). Auch der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) sowie die Arten Melitaea aetherie, Melitaea ornata und Melitaea varia fliegen die Blüten gezielt an. Die Samenstände dienen zudem Vögeln als Energielieferant im Jahresverlauf. Durch die Mykorrhiza-Verbindung (AM) im Boden fördert die Pflanze ein gesundes mikrobielles Netzwerk in deinem Garten.
Der Schmalschuppige Löwenzahn gilt als nicht kindersicher. Der in der Pflanze enthaltene Milchsaft (weißes Sekret im Stängel) kann bei Kontakt zu Hautreizungen und bei Verzehr zu Unwohlsein führen. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit tödlich giftigen Doppelgängern, dennoch ist im Umgang mit kleinen Kindern Vorsicht geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Nov
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Mediterranean
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Ein normaler Gartenboden für Mittelzehrer (Pflanzen mit mäßigem Nährstoffbedarf) ist ideal; er sollte weder zu mager noch übermäßig gedüngt sein.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) gehalten werden, Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Die Art ist sehr genügsam. Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, es sei denn, die Versamung soll kontrolliert werden.
Symbiose: Die Pflanze nutzt Mykorrhiza (AM - eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen), was die Nährstoffaufnahme deutlich verbessert.
Kombination: Eine wunderbare Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen sich den Anspruch an sonnige, frische Standorte und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Beet.
Der Schmalschuppige Löwenzahn (Taraxacum angustisquameum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er ist eine spezialisierte Kleinart der Gattung Löwenzahn und gilt in unserer Region als indigen oder alteingesessen. Er besiedelt bevorzugt mäßig feuchte Standorte und ist morphologisch durch seine schmalen Hüllschuppen (die kleinen grünen Blättchen direkt unter der Blüte) charakterisiert. Als ausdauernde, krautige Pflanze bildet er eine kräftige Pfahlwurzel aus, die ihm Stabilität verleiht.
2 Videos zu Schmalschuppiger Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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