Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum apenninum agg.
Wer den Alpen-Löwenzahn (Taraxacum apenninum agg.) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen strahlend gelben Korbblüten (viele Einzelblüten in einem Blütenkopf) leuchtet er aus dem Grün hervor. Er ist ein spezialisierter Bewohner kühlerer Lagen und bringt alpine Widerstandskraft in den Garten. Als gebietsfremd Wildpflanze dient er Insekten in Regionen als Energiequelle, in denen andere Arten oft noch zögern. In deinem Garten ist er genau richtig, wenn du einen robusten Charakter suchst, der mit kühleren Temperaturen bestens zurechtkommt. Mit seinem natürlichen Charme zeigt er dir, dass auch Spezialisten einen festen Platz in der ökologischen Gestaltung verdienen.
Gebietsfremde Art mit dokumentiertem ökologischen Nutzen.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Alpen-Löwenzahn ein wichtiger Bestandteil ökologischer Nischen in kühlen Lagen. Da er zu den Korbblütlern zählt, bietet er eine zugängliche Nahrungsquelle für Bestäuber, auch wenn spezifische Artnamen in der aktuellen Datenbasis nicht gelistet sind. Besonders wertvoll ist seine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen), die die Bodenstruktur verbessert und das Bodenleben fördert. In Bergregionen oder kühlen Gärten schließt er die Versorgungslücke für Insekten, die auf sonnige, frische Standorte angewiesen sind. Seine Samen dienen im weiteren Jahresverlauf als Nahrungsgrundlage für die lokale Fauna.
Der Alpen-Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie bei vielen verwandten Arten kann der Kontakt mit dem Pflanzensaft bei empfindlichen Personen zu leichten Hautreizungen führen. Achte darauf, dass Kinder die Pflanzenteile nicht verzehren, auch wenn sie im Gartenalltag ansonsten unkompliziert zu handhaben ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Mediterranean
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne pro Tag.
Feuchte 5: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) gehalten werden, aber achte auf guten Abfluss.
Boden (Mittelzehrer): Ein normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt ist ideal.
Temperatur 1: Diese Art ist an Kälte (alpin/nördlich) angepasst und daher sehr frosthart.
Mykorrhiza (AM): Die Pflanze nutzt eine Arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) zur Nährstoffaufnahme; verzichte daher auf chemischen Dünger.
Pflanzzeit: Setze den Löwenzahn im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Vermehrung: Lass die Samenstände stehen, damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat im Garten halten kann.
Gute Partnerin: Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris) – es hat die gleichen Ansprüche an Licht und Feuchtigkeit und ergänzt die gelben Blüten farblich hervorragend.
Der Alpen-Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er ist eine krautige, nicht verholzende Pflanze, die in Europa indigen (einheimisch) ist, wobei er besonders in kühlen, alpinen oder nördlichen Regionen vorkommt (Temperaturwert 1). Sein natürlicher Lebensraum sind sonnige Standorte mit frischen (mäßig feuchten) Böden, die neutral bis schwach sauer reagieren (Reaktion 5). Morphologisch zeichnet er sich durch seine typischen breitblättrigen Rosetten aus, die ihn am Boden fest verankern.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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