Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum euryphyllum
Auch bekannt als: Taraxacum euryphyllum
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Geflügelte Flecken-Löwenzahn (Taraxacum euryphyllum) durch seine markanten, oft dunkel gefleckten Blätter und die leuchtend gelben Korbblüten auf. Diese Art ist bei uns eine absolute Seltenheit und wird auf der Roten Liste als vom Aussterben bedroht (Kategorie 1) geführt. In deinem Garten bietet er spezialisierten Schmetterlingen wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder dem Algerischen Scheckenfalter (Melitaea aetherie) eine lebenswichtige Nahrungsquelle. Indem du diese Rarität ansiedelst, leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt einer hochgefährdeten Pflanze. Trau dich an diese botanische Kostbarkeit heran und unterstütze den Artenschutz vor deiner Haustür.
Rote Liste 1: Bewahre eine der seltensten Löwenzahn-Arten in deinem Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine essenzielle Futterpflanze für eine Vielzahl seltener Edelfalter. Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung für den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und den Spanischen Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii). Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und spezialisierte Arten wie Melitaea ornata oder Melitaea varia nutzen den Nektar. Da die Pflanze auf der Roten Liste 1 steht, fungiert sie im Garten als wertvolles Trittsteinbiotop. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) trägt sie zudem zur Stabilität des Bodenökosystems bei.
Der Geflügelte Flecken-Löwenzahn ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Löwenzahn-Arten kann der weiße Milchsaft bei Hautkontakt Reizungen auslösen oder nach Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Im Notfall erreichst du den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Wärme und Licht benötigt.
Der Boden sollte mager und gut durchlässig sein; vermeide schwere, nasse Erde.
Die ideale Pflanzzeit im Frühling liegt zwischen März und Mai.
Im Herbst kannst du von September bis November pflanzen, solange der Boden offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ein, damit sich die Rosetten gut entwickeln.
Gieße nur in der Anwachsphase oder bei extrem langanhaltender Trockenheit.
Verzichte auf jegliche Düngung, um den Magerwiesen-Charakter beizubehalten.
Lasse die verblühten Köpfe stehen, damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat erhalten kann.
Gute Partnerin: Schaf-Schwingel (Festuca ovina) – er bietet die nötige Bodenstruktur für Trockenstandorte und ergänzt den Löwenzahn ökologisch optimal.
Der Geflügelte Flecken-Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ursprünglich in Spanien beheimatet, tritt er in unseren Breiten als Indigen oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) auf. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo er als Rosettenpflanze wächst. Morphologisch zeichnet er sich durch die namensgebenden, oft verbreiterten Blattstiele und die charakteristische Fleckung der Blätter aus. Er geht eine Symbiose mit Bodenpilzen ein, die als Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) bezeichnet wird und die Nährstoffaufnahme verbessert.
2 Videos zu Geflügelter Flecken-Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →