Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum mimulum
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Unverwechselbar ist Taraxacum mimulum durch seine leuchtend gelben Korbblüten (ein Blütenstand aus vielen eng sitzenden Einzelblüten) und die tief gezackten Blätter, die eine flache Rosette am Boden bilden. Diese seltene Löwenzahn-Art ist ein wertvoller Baustein für den Erhalt unserer Artenvielfalt und dient spezialisierten Faltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) als wichtige Nahrungsquelle. Im naturnahen Garten füllt sie die ökologische Lücke zwischen den frühen Frühjahrsblühern und der sommerlichen Hochblüte. Du kannst mit dieser Pflanze einen echten Beitrag zum Artenschutz leisten, indem du ihr in einer sonnigen Ecke deines Gartens Raum zur Entfaltung gibst.
Buntes Buffet für Scheckenfalter: Diese Löwenzahn-Rarität belebt deinen Garten.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren besonders Schmetterlinge von dieser Art. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) sowie seltene Arten wie der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea aetherie). Auch der Schmuck-Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) finden hier wertvollen Nektar. Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Pilzsymbiose) eingeht, stärkt sie zudem das biologische Gleichgewicht im Gartenboden. In den Wintermonaten dienen die verbliebenen Pflanzenteile kleinen Insekten als schützendes Versteck.
Bitte beachte, dass Taraxacum mimulum als nicht kindersicher eingestuft wird. Der weiße Milchsaft in den Stängeln kann bei Kontakt Hautirritationen hervorrufen oder in den Augen brennen. Bei Unwohlsein nach versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
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Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen Platz, damit sich die Blüten in den Vormittagsstunden vollständig öffnen.
Der Boden sollte gut durchlässig und nicht zu mastig (überdüngt) sein, um den natürlichen Wuchs zu fördern.
Pflanze junge Rosetten im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ein, damit die Blattrosetten genügend Licht erhalten.
Mäßiges Gießen reicht aus, da die Pfahlwurzel tiefer liegende Wasservorräte gut erschließen kann.
Lass einige Samenstände stehen, wenn du eine natürliche Ausbreitung durch den Wind fördern möchtest.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, das Entfernen alter Blätter im Frühjahr fördert jedoch den Neuaustrieb.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie bevorzugt ähnliche Lichtverhältnisse und ergänzt das Nahrungsangebot für Bestäuber bis in den Spätsommer.
Taraxacum mimulum gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. Die Art ist als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine vor 1492 eingeführte Pflanze) eingestuft und kommt natürlich in Österreich und Spanien vor. Ihr typischer Lebensraum umfasst sonnige, oft magere Standorte, an denen sie als mehrjährige Pflanze aus einer kräftigen Pfahlwurzel austreibt. Charakteristisch sind die milchsaftführenden Stängel und die Fähigkeit, über eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit speziellen Bodenpilzen) Nährstoffe effizient aufzunehmen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →