Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum obliquilobum
Auch bekannt als: Taraxacum obliquilobum
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Arten
interagieren
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dokumentiert
An den charakteristisch schief geformten Blattlappen lässt sich der Schieflappige Löwenzahn (Taraxacum obliquilobum) sofort erkennen. Er ist eine botanische Besonderheit, die in unseren Gärten oft übersehen wird, obwohl er als wertvolle Futterpflanze für spezialisierte Falter dient. Besonders seltene Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) profitieren von seinem Nektarangebot. Da er auf der Roten Liste in der Kategorie D (Daten unzureichend) geführt wird, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zur biologischen Vielfalt. Schau doch mal genauer in deine Rasenkanten – vielleicht wächst dieser seltene Gast bereits bei dir?
Seltener Nektarspender: Die Geheimwaffe für bedrohte Scheckenfalter im Frühling.
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Dieser Löwenzahn ist eine wichtige Nektarquelle für eine ganze Reihe von Schmetterlingen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen ihn besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und der Verwechselbare Scheckenfalter (Melitaea varia) an. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) sowie Melitaea aetherie und Melitaea ornata nutzen die Pflanze als Energiequelle. Da er bereits ab April blüht, schließt er eine wichtige Lücke im Nahrungsnetz des zeitigen Frühjahrs, wenn viele andere Wiesenblumen noch nicht geöffnet sind.
Bitte beachte, dass der Schieflappige Löwenzahn als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie bei vielen Korbblütlern kann der weiße Milchsaft bei Kontakt Hautirritationen hervorrufen und sollte nicht eingenommen werden. Falls Kinder im Garten spielen und Pflanzenteile verschluckt wurden, ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Mediterranean
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit sich die Blüten vollständig öffnen.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) benötigt er einen normalen Gartenboden ohne übermäßige Düngung.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Halte den Boden neutral bis schwach sauer (Reaktionswert 5).
Da er eine mehrjährige Staude ist, sollte er nach der Blüte im Juni stehen gelassen werden, um die Selbstaussaat zu ermöglichen.
Gute Partnerin: Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie besiedelt ähnliche Standorte und verlängert das Nahrungsangebot für die Scheckenfalter-Arten bis in den Spätsommer.
Der Schieflappige Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird als Archäophyt (Pflanzenart, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Er stammt ursprünglich aus dem spanischen Raum, hat sich aber in Mitteleuropa etabliert, wobei die Datenlage zu seiner genauen Verbreitung noch lückenhaft ist. Er besiedelt bevorzugt mäßig warme Standorte auf neutralen Böden. Ein technisches Merkmal ist seine Lebensweise mit AM-Mykorrhiza (eine Form der Symbiose, bei der Bodenpilze die Feinwurzeln besiedeln, um den Nährstoffaustausch zu verbessern).
3 Videos zu Schieflappiger Löwenzahn
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →