Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum palustre
Auch bekannt als: Taraxacum palustre
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Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Echten Sumpf-Löwenzahn (Taraxacum palustre) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die zierlichen, tief eingeschnittenen Blätter bilden eine feine Rosette, aus der im zeitigen Frühjahr die typisch gelben Blütenköpfe ragen. Da diese Art mit der Gefährdungsstufe 2 auf der Roten Liste steht, holst du dir eine echte botanische Kostbarkeit in den Garten. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von dieser frühen Nahrungsquelle. Wenn du einen feuchten Platz im Garten hast, kannst du hier aktiv zum Artenschutz beitragen.
Rarität für Feuchtstellen: Ein Rettungsanker für bedrohte Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine essenzielle Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Gattung der Scheckenfalter nutzt den Nektar, darunter Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), Melitaea ornata und der seltene Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia). Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Südliche Scheckenfalter (Melitaea aetherie) steuern die gelben Blüten an. Die Pflanze lebt zudem in einer Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen, was die Bodenbiologie fördert. Da sie bereits im März blüht, bietet sie Nahrung in einer Zeit, in der das Angebot oft noch knapp ist.
Achtung: Die Pflanze ist nicht kindersicher. Wie bei vielen Löwenzahn-Arten kann der weiße Milchsaft bei Kontakt Hautreizungen auslösen und bei Verzehr größerer Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Eine Verwechslungsgefahr mit tödlich giftigen Pflanzen besteht bei genauer Betrachtung der Blattrosette nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Mär
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Mediterranean
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Bodenfeuchte: Der Boden sollte „frisch“ sein, was im gärtnerischen Sinne eine mäßige, aber stete Feuchtigkeit bedeutet. Staunässe wird meist vertragen, Austrocknung hingegen kaum.
Bodenbeschaffenheit: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) bevorzugt er normalen Gartenboden ohne übermäßige Düngung.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da er konkurrenzschwach ist, solltest du ihn nicht von wüchsigen Gräsern überwuchern lassen.
Vermehrung: Er versamt sich bei passenden Bedingungen selbst über seine Schirmchenflieger.
Kombinationsempfehlung: Eine wunderbare Partnerin ist die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris). Beide teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich hervorragend in der frühen Blütezeit im März, was die ökologische Wertigkeit für früh fliegende Insekten verdoppelt.
Der Echte Sumpf-Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asterales (Korbblütlerartige). Er ist eine indigene (einheimische) Art, die vor allem in Österreich und Teilen Südeuropas auf wechselfeuchten, kalkreichen Moorwiesen vorkommt. Morphologisch unterscheidet er sich vom gewöhnlichen Löwenzahn durch seine schmaleren Blattabschnitte und spezifische Merkmale an den Hüllblättern (den kleinen grünen Blättchen direkt unter dem Blütenkopf). Er lebt in einer Arbuskulären Mykorrhiza (AM), einer engen Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen.
3 Videos zu Echter Sumpf-Löwenzahn



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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